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Kompass in der fake-news-Welt

Recht haben oder wahr sein – das ist hier die Frage

Genaue und stimmige Fakten sind noch nicht Wahrheit. Doch schon um diese tobt in Zeiten von Corona oder Diskussionen um die Grundrechte von Affen ein Kampf. Aber es gibt zumindest Leitplanken auf dem Weg zur Wahrheit.

Affenfamilie
Quelle: unsplash.com

Wahrheiten in Kurzform bietet das bekannteste Gebet: das Vaterunser. Es nimmt den Beter zum Beispiel in die Pflicht, andern zu vergeben, die ihm gegenüber schuldig geworden sind: «Vergib uns unsere Schuld, wie wir auch andern ihre Schuld vergeben.» Diese Bitte setzt wie selbstverständlich voraus, dass es uns gut tut, andern zu vergeben. Oder umgekehrt: dass wir selbst leiden werden, wenn wir es nicht tun.

Eine uralte Wahrheit neu bestätigt

Doch solche uralten Wahrheiten brauchen heute eine wissenschaftliche Bestätigung, wenn sie noch Geltung beanspruchen wollen. Der Psychologe Robert Enright von der US-Universität of Wisconsin-Madison hat dazu 128 Studien mit insgesamt 58'000 Probanden ausgewertet. Das Ergebnis fasst der Kolumnist Heinz Lang in den CH Medien zusammen. Es lautet: «Wer Nachsicht mit einer Person hatte, die ihm Unrecht zufügte, hatte weniger Stresshormone im Blut. Zugleich sank der Blutdruck, und depressive Beschwerden besserten sich.»

«Die Reaktion auf ein erlittenes Unrecht kann zerstörerischer sein als das Erlebnis selbst», sagte Enright gegenüber «Stern». Positiv gesehen: Je mehr der Mensch verzeiht, desto gesünder ist er.

Uralte Wahrheit angegriffen

Wie bislang selbstverständliche Wahrheiten aktuell angegriffen werden, zeigt ein Beispiel aus Basel. Das Bundesgericht hat den Stadtkanton verpflichtet, über eine Volksinitiative abzustimmen, der Affen die Grundrechte auf Leben sowie körperliche und geistige Unversehrtheit zusprechen will.

Pascal Hollenstein schreibt dazu in der Schweiz am Wochenende treffend: «Diese Sicht steht in gewisser Weise in der Logik einer säkularisierten Gesellschaft. Wenn der Mensch nicht mehr nach Gottes Ebenbild geschaffen wurde, wie es uns die drei grossen Religionen gelehrt haben, so ist er letztlich nur eine Kreatur unter anderen. Und wenn das so ist: Warum soll er die einzige Kreatur sein, der unveräusserliche Grundrechte zugesprochen werden?»

Die Konsequenz daraus

Das Beispiel zeigt, wie gutmeinende und tierliebende Zeitgenossen zentrale Wahrheiten der Menschheit in Frage stellen können, ohne sich die Konsequenzen zu überlegen, die ein solcher Schritt für die Menschheit hätte, wenn sie selbst nur noch als eine höhere Tierart gelten würde. Weshalb sollte man dann Menschen nicht auch als Nutztiere einsetzen können? Die Sklaverei wäre wieder legitimiert.

Der biblische Kompass: Jesus

In der Bibel finden sich zahlreiche Stellen, die durch Beispiele, Gleichnisse, Weisheitsworte und vor allem Jesusworte die Koordinaten zu «Wahrheit» setzen. Auch sie setzen aber eine Auslegungsarbeit voraus, wenn allgemeine Formulierungen der Wahrheit daraus abgeleitet werden sollen. Am eindrücklichsten ist die Aussage Jesu, der im Johannes-Evangelium von sich selbst als «der Weg, die Wahrheit und das Leben» (Johannes Kapitel 14, Vers 6) spricht. Er ist als Person im höchsten Mass glaubwürdig und damit auch wahr.

Wahrheit kann daher nie im Widerspruch zu Aussagen von Jesus proklamiert werden. Ob es nun um Weltanschauung, ethische Leitplanken oder um psychologische und kulturelle Konzepte geht. Wahrheit ist daher immer auch mit Liebe zu Gott und Menschen verbunden. «Wahrheiten», Theorien und Ideologien, die andere herabsetzen oder gar zu Hass anleiten, können nie wirklich eine Wahrheit sein. Wahrheit ist immer konstruktiv, auch wenn sie mit einer Ablehnung von Unwahrheit verbunden ist. Das sollten auch die Verschwörungstheoretiker zur Kenntnis nehmen.

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