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«Schulter an Schulter»

Saudis wollen mit Juden Antisemitismus bekämpfen

Eine in Mekka ansässige islamische NGO, die von der saudi-arabischen Regierung finanziert wird, erklärte sich bereit, «Schulter an Schulter» mit Juden und Christen zu stehen, um den Antisemitismus auf der ganzen Welt zu bekämpfen.

Muhammed Al-Issa
Quelle: Wikipedia

Scheich Muhammed al-Issa, Generalsekretär der Muslimischen Weltliga und ehemaliger saudischer Justizminister, sagte am Dienstag, die Organisation bemühe sich aktiv um die Einheit zwischen Muslimen, Juden und Christen.

«Wir werden Islamophobie und Antisemitismus und alle Arten von Hass bekämpfen. Die Muslimische Weltliga ist bereit für diesen Kampf», sagte al-Issa während seiner Rede auf einer virtuellen Konferenz, die vom «Combat Anti-Semitism Movement» sowie der Bewegung zur Bekämpfung des Antisemitismus und der «American Sephardi Federation» veranstaltet wurde.

Al-Issa führte Delegation nach Auschwitz-Birkenau

«Wir in der Muslimischen Weltliga sind stolz darauf, Seite an Seite mit unseren jüdischen und christlichen Brüdern und Schwestern zu stehen, um Verständnis, Respekt, Liebe und interreligiöse Harmonie aufzubauen», sagte der Scheich. Während der Zeremonie wurde al-Issa für seinen Kampf gegen den Antisemitismus mit dem ersten Preis zur Bekämpfung des Antisemitismus geehrt.

Im Januar führte al-Issa eine Delegation interreligiöser Führer durch die Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau in Polen, um an den 75. Jahrestag der Befreiung zu erinnern.

Holocaust-Leugner verurteilt

Al-Issa verurteilte Menschen, die den Holocaust leugnen, aufs Schärfste. «Es gibt diejenigen, die immer noch versuchen, die Geschichte zu verfälschen, die behaupten, der Holocaust, das verabscheuungswürdigste Verbrechen in der Geschichte der Menschheit, sei Fiktion.»

Weiter betonte er: «Wir stellen uns gegen diese Lügner, ganz gleich, wer sie sind oder woher sie kommen. Der wahre Islam betrachtet jeden Versuch, die brutalen Schrecken des Holocaust zu leugnen oder zu unterspielen, als die ultimative Beleidigung der Würde all derer, die umgekommen sind.»

«Von besonderer Bedeutung»

Der Direktor von «Combat Anti-Semitism Movement», Sacha Roytman Dratwa, lobte al-Issa für sein Wirken. «In einer Zeit, in der Irans geistliches Oberhaupt zur Zerstörung des jüdischen Staates aufruft, sind die Erklärungen des Scheichs, in denen er den Judenhass verurteilt, von besonderer Bedeutung.»

Der schiitische Iran gilt als Erzfeind des sunnitisch-wahhabitischen Saudi-Arabien. Nicht zuletzt näherten sich die Saudis in den letzten Jahren zusehends Israel an. Unter anderem arbeitet Israel sogar bei der neuen, saudischen Prestige-Stadt «Neom» mit.

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