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Ungewollt schwanger? – Es gibt Hilfe!

Als Geschäftsführerin von «Schwanger – wir helfen» setzt sich Sonja Frey dafür ein, dass Frauen und Paare ein Ja zu ihrem ungewollten Kind finden. Hierzu braucht es oft ein grosses Engagement an praktischer Hilfe.

Schwanger
Quelle: bigstock
Sonja Frey
Quelle: zVg

Eine junge, muslimische Frau ist schwanger – und unverheiratet! Sie gerät in Panik. Nach gängiger Praxis in ihrem Herkunftsland droht ihr die Todesstrafe. Werden ihre Familienmitglieder in der Schweiz die Strafe vollziehen? Sie muss damit rechnen und deshalb dürfen diese auf gar keinen Fall von ihrer Schwangerschaft erfahren!

«Wir tun alles, was wir können!»

Leider ist oben erwähntes Beispiel keine Phantasiegeschichte. Solche Dinge passieren in Westeuropa. Sonja Frey (*1964), Geschäftsführerin von «Schwanger – wir helfen», hat erst vor kurzem eine solche Geschichten hautnah miterlebt. «Wir versuchten alles, um die Frau zu schützen!» Doch der Schutz schien der muslimischen Frau nicht ausreichend, sie entschied sich für einen Schwangerschaftsabbruch.

«Dieser Entscheid macht uns traurig, wir können ihn aber akzeptieren», hält Sonja die Grundhaltung ihrer Organisation fest. Ihre Mitarbeiter stehen der Frau weiterhin zur Seite und sind motiviert, sich auch bei der nächsten tragischen Geschichte wieder voll reinzuhängen. Meist müssen sie nicht lange auf die nächste Krisensituation warten.

Ja zum Leben

«Schwanger – wir helfen» wurde als Teil der Organisation «Ja zum Leben» gegründet und ist seit 1979 ein eigenständiger Verein. «Auch wir setzen uns für das ungeborene Leben ein», erzählt Sonja. «Für uns steht aber nicht nur das Ungeborene, sondern auch die Mutter im Mittelpunkt.» In Beratungsgesprächen zeigt sie ungewollt schwangeren Frauen Wege auf, um das Kind behalten zu können. «Es ist mir ein Anliegen, schwangere Frauen in einer Notsituation dahin zu führen, dass sie ein Ja zu ihrem Kind finden.» Meist sehen diese Frauen einen riesigen Berg an Problemen vor sich und brauchen jemanden, der ihnen Möglichkeiten aufzeigt und sie Schritt für Schritt weiterführt.

Schwanger – wir helfen

«Schwanger – wir helfen» ist ein spendenbasierter und steuerbefreiter Verein mit drei Schwerpunkten.

  1. Die unentgeltliche Beratung für Frauen in Konfliktsituationen. Als sozialdiakonische Fachperson berät Sonja in Rechtsstreitigkeiten, bei Fragen nach Unterhalt oder Wohnsituation und steht in Abklärungen mit Ärzten, Spitälern, Frauenhäusern, Arbeitgebern, Lehrbetrieben, usw. zur Seite.
  2. Frauen mit finanziellen Schwierigkeiten unterstützt «Schwanger – wir helfen» mit einer kompletten Babyausrüstung. «Mit Material, das uns von Privatpersonen, Kinderbörsen und Geschäften zur Verfügung gestellt wird, versorgen wir Mutter und Kind während der ersten Jahre.»
  3. Als dritter Schwerpunkt bietet «Schwanger – wir helfen» Frauen günstige Wohngelegenheiten an. «Ein Ort, wo sie leben können, bis sie wieder etwas Boden unter den Füssen haben.»

«Schwanger – wir helfen» ist gut eingebettet in einem Netz von Sozialdiensten und Hilfswerken. «Wir leben in einem Staat mit hervorragenden Einrichtungen», ist Sonja dankbar, die neben ihren 30 Prozent bei «Schwanger – wir helfen» auch in einem Sozialdienst arbeitet. Aktuell wird «Schwanger – wir helfen» mit 110 Stellenprozent und einem grossen ehrenamtlichen Engagement von fünfzehn Mitarbeitern geführt. «An Arbeit mangelt es nicht und wir sind für jede Unterstützung dankbar!»

Sonja hält fest, dass ihre Arbeit nicht abgeschlossen ist, wenn sich eine Frau für ihr Kind entscheidet. «Nein, dann fängt die Arbeit für uns gerade erst an.»

Aufs Ziel fokussiert sein

Es ist wichtig, dass eine Arbeit wie «Schwanger – wir helfen» ihr primäres Ziel verfolgt. Und dieses ist, dass ungewollt schwangere Frauen zu einem Ja für ihr Kind finden. Obwohl alle aus dem Team einen christlichen Hintergrund haben, geht es nicht um die Verbreitung des Glaubens. «Zu uns kommen Frauen mit ganz unterschiedlicher religiösen Zugehörigkeit und Werteverständnissen.» Auch was Alter, Bildung und sozialer Stand betrifft, gibt es eine grosse Vielfalt an Frauen, die sich für ein Beratungsgespräch melden.

«Für uns wird die Würde des Lebens hoch geschrieben. Eine Würde, die sowohl dem Ungeborenen, aber auch der Mutter gilt.» In letzter Zeit beobachtet Sonja, dass es zunehmend Ärzte gibt, die Frauen nicht nur einen Abbruch der Schwangerschaft ermöglichen, sondern vorgängig eine Beratung empfehlen. Die Schwierigkeiten der psychischen Verarbeitung eines Schwangerschaftsabbruchs sind bekannt. Für «Schwanger – wir helfen» ist klar, dass eine Frau gerade auch bei einem Entscheid für einen Schwangerschaftsabbruch weiter begleitet werden muss.

Zur Webseite:
Schwanger – wir helfen

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