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Dinos zu Vögeln?

«Schrittweise Entstehung trifft nicht zu»

Gemäss der Evolutionstheorie wird angenommen, dass Vögel schrittweise von den Dinosauriern abstammen. Nähere Untersuchungen zeigen ein anderes Bild: Die Chronologie stimmt nicht und manche «Bauteile» hätten mehrfach unabhängig voneinander «erfunden» werden müssen.

Archaeopteryx
Quelle: Wikipedia
Reinhard Junker
Quelle: Facebook

In der Evolutionsforschung herrscht heute eine ziemlich einhellige Meinung, dass die Vögel von Dinosauriern abstammen, sagt Reinhard Junker, Leiter der Studiengemeinschaft «Wort und Wissen». «Und der berühmte, sogenannte Urvogel 'Archaeopteryx' soll eine Station sein auf dem Weg der Dinos zu den Vögeln. Aber man geht heute noch viel weiter und behauptet, dass dieser Übergang in vielen kleinen Schritten erfolgt sei und dass man dies sogar anhand von Fossilien nachvollziehen könne.»

Diese Behauptung nahm Reinhard Junker in den vergangenen zwei, drei Jahren anhand der Fachliteratur genauer unter die Lupe. «Dabei habe ich festgestellt, dass dieses Bild von der schrittweisen Entstehung von vogeltypischen Merkmalen ausgehend von Dinosauriern gar nicht zutrifft.»

Chronologie passt nicht

«Es ist so, dass bei diesen Spezies sehr viele Vogelmerkmale unabhängig von den Vögeln hätten entstanden sein müssen. Dies in verschiedenen Dinosaurier-Gruppen, die aber gar nicht als Vorläufer der Vögel gelten», erklärt Reinhard Junker. Das bedeutet, dass diese Vorläufer-Merkmale bei Dinosauriern gar nicht da sind, «wo man sie nach Evolutions-Leseart erwarten müsste».

«Sie wären somit nicht in den passenden Dinosaurier-Linien, sondern unabhängig entstanden und dann auch noch in jüngeren Formen. Viele dieser Merkmale sind bei Dinos – laut Evolution – praktisch erst aufgetaucht, nachdem es bereits Vögel gab. Es ist also ein sehr idealisiertes Bild, wenn man sagt, dass sich die Vogel-Entstehung anhand von schrittweise aufgetretenen Merkmalen anhand von Fossilien nachvollziehen lässt – das trifft nicht zu.»

Schritt für Schritt-Entstehung unwahrscheinlich

Reinhard Junker entdeckte noch einen zweiten Aspekt: «Nämlich dass es eine Reihe von Merkmalen gibt, die bei den Dinosauriern ganz allgemein verbreitet sind und die nicht Schritt für Schritt allmählich aufgetaucht sind.»

Einige Beispiele seien genannt, die die Behauptung der schrittweisen Entstehung stark in Frage stellen. «Es gibt bei den Vögeln ein sogenanntes Gabelbein. Das sind verwachsene Schlüsselbeine. Das ist ein vogeltypisches Merkmal, von dem man aber annehmen muss – laut Evolution –; dass es mehrfach unabhängig entstanden sein muss, aber eben in der Chronologie nicht da anzutreffen ist, wo man es erwarten müsste, wenn es diesen Übergang gegeben hätte.»

Federn waren schon vor «Vor-Feder» da

Dazu kommen weitere Eigenschaften, die ebenfalls mehrfach unabhängig voneinander hätten entstanden sein müssen. Etwa Merkmale des Brustkorbes oder die Ausprägung der verschmolzenen Schwanzwirbel. «Vögel haben ja keinen Wirbelschwanz, sondern ein Schwanzende oder Wirbelkörper, die zusammen verwachsen sind. Das ist ebenfalls ein Merkmal, von dem man annehmen muss, dass es sich vielfach unabhängig entwickelt hat.»

Gleiches gilt beim hervorstechenden Merkmal der Feder, die schon ganz früh fertig existiert haben. «Und dass solche Formen, die man als Vor-Federn oder mögliche Übergangs-Ausprägungen ansehen könnte, erst später in der fossilen Abfolge auftauchen, als Formen, die normal befiedert sind. Also auch hier passt das gar nicht.»

Deutlich abgegrenzt

Diese Befunde sind Argumente gegen eine evolutionäre Vorstellung, «weil nicht nachvollziehbar ist, wie Dinosaurier allmählich zu Vögeln geworden sind. Da fehlen einfach wichtige Belegstücke, um dies als erwiesen darstellen zu können.»

Sobald diese Sache genauer angeschaut werde, sei es so, «dass die Gruppen von fossilen Formen deutlicher voneinander abgegrenzt sind, als es suggeriert wird».

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