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Die Welt in der Krise: Wie Christen aller Welt auf Corona reagieren

Selten wurde praktisch die gesamte Erdbevölkerung von derselben Krise heimgesucht. Wie reagieren Christen in anderen Ländern auf die Corona-Krise?

Guatemaltekische Polizisten beten vor Schichtbeginn im Kampf gegen den Coronavirus
Quelle: twitter @PNCdeGuatemala
Polizisten in Guatemala
Quelle: twitter @PNCdeGuatemala
Video für Grosseltern
Quelle: Screenshot Youtube
Drive-in-Gottesdienst in Seoul
Quelle: Screenshot euronews.com
Haus für Patientenfamilien
Quelle: Mission Network News
4M Feuerabend
Quelle: 4M Switzerland
Menschen mit Behinderungen
Quelle: https://www.cbmswiss.ch
Bischof Georg Bätzing
Quelle: https://bistumlimburg.de
Guaguaseo-Bus
Quelle: Protestantedigital.com
Gebetskampagne von CBN
Quelle: Facebook
James Marape
Quelle: Wikipedia
Hilfe in der COVID-19-Krise
Quelle: Mission India
Lebensmittel für bedürftige Familien in Paraguay
Quelle: APD
DMG Auto-Missionsfest
Quelle: DMG
Lecrae
Quelle: Youtube
Presbyterianische Kirche versorgt Obdachlose
Quelle: https://evangelioeterno.org
Masken mit Bibelversen
Quelle: acontecercristiano.net
Mundschutz für Gehörlose
Quelle: impactoevangelistico.net
Auto-Missionsfest
Quelle: zVg
Nordkorea
Quelle: Open Doors Schweiz
Bei der Übergabe der Spende
Quelle: Polizei Alcalá de Henares
Drive-in-Gottesdienst
Quelle: bpnews.net
Scott Holmer
Quelle: twitter.com / @ABC7Brad
SAT-7
Quelle: SAT-7

Donnerstag, 21. Mai

Deutschland: «Hup mit mir ein Halleluja…»

Mehr als 400 Gäste in circa 150 Fahrzeugen – vom Minicooper bis zum Camper – erlebten am Sonntag, 17. Mai das erste Auto-Missionsfest der DMG in ihrer Heimatzentrale Buchenauerhof bei Sinsheim. Zwei Gottesdienstfeiern, eine für Frühaufsteher, eine nachts für junge Christen, mit internationalem Flair, Impulsen aus anderen Ländern von Missionaren sowie Bibelarbeiten gingen der Frage nach: «Was ist bloss mit der Heimat los?» Die DMG-Mitarbeiter glauben: «Es gibt eine Heimat bei Gott, die es zu entdecken gilt.»

Der Ton von der Bühne kam in bestem Audio übers UKW-Radio ins Fahrzeug. Gab’s das schonmal: Im Gottesdienst die Lautstärke selbst bestimmen und beim Mitsingen nicht auf die eigene Wirkung achten zu müssen? Es entwickelte sich eine eigentümliche Begeisterung. Mit Hupkonzerten feierten die Teilnehmer in den Autos den Lobpreis der Sinsheimer JuGo-Band mit.

Mittwoch, 20. Mai

Brasilien: Durchsichtige Masken für Gehörlose

Gehörlose Menschen sind im Gespräch mit anderen sehr vom Lesen der Lippen und vom Erkennnen der Gesichtsausdrücke des Gegenübers abhängig, um diesen korrekt zu verstehen. Dies Verständnis ist mit der Nutzung von Mundschutz-Masken fast unmöglich. Um diesem Bedürfnis zu begegnen, hat die Brasilianerin Renata Sabbat Mundschutzmasken für Gehörlose und deren Familien genäht und gespendet: Diese besonderen Masken sind um die Mundpartie herum durchsichtig und ermöglichen so eine bessere Kommunikation für Gehörlose.

Die 46-Jährige hatte von einem Mädchen im Ausland gelesen, die dies bereits umgesetzt hatte. «Wir haben eine Gruppe gehörloser Menschen in unserer Gemeinde und ich machte mir um sie Sorgen», begründete sie die Initiative. Die erste Spende von 30 Masken wurde so gut aufgenommen, dass ihr Ziel nun ist, wöchentlich 30 Stück aus durchsichtigem Plastik herzustellen.

Deutschland: Logos Hope-Besuch in Bremen abgesagt

Das OM-Schiff Logos Hope kommt vorerst nicht nach Europa. Dies sei nach vielen Gesprächen mit Missionspartnern, Gemeinden vor Ort und Europa-Leitern entschieden worden, erklärte das Missionswerk OM (Operation Mobilisation). Dies betrifft auch den Besuch im norddeutschen Bremen im September/Oktober dieses Jahres. Die deutsche OM-Leitung zeigte sich enttäuscht, vertraut aber gleichzeitig auf Gott und sein Wirken, heisst es in einer Mitteilung.

Das 1973 erbaute Bibel-Schiff liegt momentan in Kingston, Jamaika, und ist seit 18. März 2020 geschlossen, da auch in Jamaika öffentliche Aktivitäten nicht gestattet sind. Laut Schiffsdirektor Randy Grebe sind die 330 Besatzungsmitglieder wohlauf und es gibt keinen Coronafall an Bord. Das körperliche, emotionale und geistliche Wohl der Schiffsbesatzung stand und steht bei allen Entscheidungen an oberster Stelle.

Mittwoch, 13. Mai

Kuba: Ohne Worte predigen

In Kuba nutzen einige Pastoren Mundschutzmasken mit Bibelversen drauf, um auf diese Weise das Evangelium in ihrem Land zu verbreiten. Zudem verschenken sie solche Masken. «Wir wollen die Chance nicht verpassen, um weiter vom Herrn Jesus zu reden», erklärten die Pastoren und liessen 1‘000 Masken anfertigen, auf denenPhilipper, Kapitel 4, Vers 13 und Apostelgeschichte, Kapitel 16, Vers 31 zu lesen sind. Auf diese Weise können sie evangelisieren, ohne ein Wort zu sagen.

Kolumbien: Virtueller Marsch fürs Leben

Ein virtueller Marsch fürs Leben fand am vergangenen Wochenende in Kolumbien statt. Jedes Jahr findet dieser Marsch gegen Abtreibungen statt, doch aufgrund der Corona-Pandemie hätte er dieses Jahr abgesagt werden müssen. Deshalb entschlossen sich die Organisatoren kurzerhand für eine virtuelle Version.

Von 16 bis 18 Uhr wurde das Life-Signal am vergangenen Sonntag auf Youtube übertragen. Mit dabei waren diverse landesweit bekannte Künstler und Sportler. Abgerufen wurde das letztlich doch 2,5-stündige Event mittlerweile über 27‘000-mal.

Dienstag, 12. Mai

USA: Lebensmitteltafel für Kinder in New York

Um der Nahrungsmittelknappheit in den ärmeren Stadtteilen New Yorks begegnen zu können, hat das Kinderhilfswerk Metro World Child (MWC) eine Lebensmitteltafel in Zusammenarbeit mit der Food Bank for New York City ins Leben gerufen. Mehr als 17'000 Menschen wurden innerhalb der letzten 2 Wochen hier mit dem Nötigsten unterstützt.

Metro World Child hat es sich zur Aufgabe gemacht den städtischen Kommunen zu dienen und ganz besonders den Familien, die sonst keine Möglichkeit sehen, Hilfe zu bekommen. Seit über 40 Jahren ist MWC in den Ghettobezirken von New York aktiv – um zu helfen.

Montag, 11. Mai

Brasilien: Kirche nimmt Obdachlose auf

Die Presbyterianische Kirche von Sao Paulo hat ihre Gebäude während der Pandemie für Obdachlose zur Verfügung gestellt. In Zusammenarbeit mit diversen christlichen Vereinen schafften sie Raum für 100 Personen. Sie können dort nicht nur unterkommen, sondern können tagsüber dort bleiben und an sozialen Aktivitäten teilnehmen wie etwa gemeinsam Filme schauen. Man halte sich aber bei allen Aktivitäten an die notwendige Distanz, hiess es in einer Erklärung.

Derzeit leben 47 Personen in dem Gebäude. «Das Ziel ist nicht eine Versammlung der Leute, sondern sie Willkommen zu heissen, dass sie sich wohl fühlen, respektiert, willkommen, dass sie in dieser Zeit einen gewissen Lebensstandard geniessen können und hinterher ihrem Leben eine neue Richtung geben», erklärte die Koordinatorin des Organisationsteams, Nilza Tavoloni.

USA: Lecrae spendet Waschbecken für Randständige

Gemeinsam mit der NGO «Love Beyond Walls» hat der Christ und Rapper Lecrae tragbare Waschbecken für Obdachlose in Atlanta gespendet. Da eine der Hauptmöglichkeiten, sich vor dem Coronavirus zu schützen, die Hygiene und regelmässiges Händewaschen ist, viele Obdachlose diese Möglichkeit aber nicht haben, wurden an diversen Punkten der Stadt Atlanta solche tragbaren Waschbecken aufgestellt.

Wie kam es zu diesem Einsatz von Lecrae? «Ich wollte dasselbe machen, das ich in jeder Stadt getan habe, in der ich bisher gelebt habe, nämlich nahe bei den randständigen Gruppen sein», erklärte der Rapper, der bereits einen Grammy gewonnen hat. Laut der NGO hätten die Obdachlosen sehr dankbar reagiert und die Waschbecken sofort in Gebraucht genommen.

Donnerstag, 7. Mai

Deutschland: Erstes Auto-Missionsfest bei der DMG

Das christliche Missions- und Hilfswerk DMG veranstaltet am 17. Mai das wahrscheinlich erste Auto-Missionsfest der Weltgeschichte. Unter Einhaltung aller Auflagen finden auf dem Gelände der DMG-Zentrale Buchenauerhof bei Sinsheim mehr als 200 Fahrzeuge Platz, die den Ton von der Festbühne vorne über UKW direkt ins Autoradio übertragen bekommen.

Es sind zwei Feiern geplant an dem Tag: Morgens um 8.30 Uhr ein Missionsfest für Frühaufsteher, abends um 21 Uhr ein Event für junge Christen. Im Treffen morgens geht es um die Frage: «Heimat?!» Was ist nur mit der Heimat los? Abends ist das Motto: «heart@home». Musikalisch umrahmt wird das Auto-Missionsfest von der Band des JuGo-Sinsheim unter der Leitung von Daniel Eisinger. Teile der Feier werden auch auf Youtube und per Podcast veröffentlicht.

Dienstag, 5. Mai

Muskathlon: Läufer starten von zu Hause

Es sollte ein Lauf für die Armen in Ghana werden. 35 Läuferinnen und Läufer aus ganz Deutschland wollten in dieser Woche aufbrechen, um in Ghana einen Marathon oder Halb-Marathon zu laufen, 63 Kilometer zu walken oder 120 Kilometer zu biken. Doch durch Corona bedingt werden alle Teilnehmer am 9. Mai zu Hause in ihrer Umgebung laufen. An Unterstützung für die Armen werden dabei über 110'000,- Euro zusammenkommen und über 190 Kinder aus ärmsten Verhältnissen finden einen neuen Paten.

Das Event wird von der Bewegung «Der vierte Musketier/4M-Deutschland» veranstaltet, um Gerechtigkeit für die Armen ins Bewusstsein zu bringen. Die Hürde für die Teilnehmer ist hoch: Jeder bringt als Startgeld 10'000 Euro Sponsorengelder ein oder sorgt dafür, dass bis zu zehn Kinder aus ärmsten Verhältnissen durch eine Patenschaft versorgt werden. An der Aktion kann jeder teilnehmen, der sich einsetzen möchten. Das Ziel aller Teilnehmer ist es, insgesamt über 5'000 Kilometer zu bewältigen, was der Luftlinie zwischen Deutschland und Ghana entspricht.

Hilfe für 2,4 Millionen Haushalte

ADRA, die Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe, unterstützt in der Corona-Pandemie über 2,4 Millionen Haushalte weltweit, die durch die Einschränkungen im Land beeinträchtigt sind. Hier eine kleine Auflistung der Hilfen weltweit: In der Schweiz hat ADRA die Einkaufs- und Hilfsaktion «Jung für Alt» gestartet. In Belgien werden Lebensmittel an mehrere Obdachlosenheime und Dutzende von Migranten in Brüssel verteilt. In Frankreich erhalten 1'700 gefährdete Familien, Migranten und Flüchtlinge Bargeldgutscheine, um dringend benötigte Waren zu kaufen. In Montenegro werden Lebensmittelpakete und Hygiene-Kits an Hunderte von älteren und isolierten Bewohnern und Alleinerziehenden verteilt.

Auch ausserhalb von Europa hilft ADRA in vielen Ländern, auch hier nur ein Auszug: In Russland werden Gesichtsmaksen hergestellt und an 35'000 Begünstigte in medizinischen Zentren und Altersheimen verteilt. In Gambia erhalten 2'500 einkommensschwache Familien Nahrungsmittel, in Mauretanien sind es 15'000 Menschen, die Hilfe erhalten. In Asien werden vom Hilfswerk Video-Kampagnen auf sozialen Medien, Provinzradios, Broschüren, Plakaten und Bannern verbreitet, um auf die Bedeutung von sozialer Distanzierung, Hygiene und Händewaschen hinzuweisen. Und in Mexiko wurden Tausende von Flaschen mit antibakteriellem Gel verteilt, um blinde, taube und schwerhörige Menschen im Schutz gegen COVID-19 zu unterstützen.

Donnerstag, 30. April

Jungscharen international vernetzt

Verantwortliche des internationalen Jungschar-Dachverbandes «Youngstars International» trafen sich letzte Woche wegen Corona virtuell. Vom 22. bis 25. April vernetzte das Netzwerk den ganzen Tag 24 Verantwortliche aus der Schweiz, Deutschland, Österreich, Italien, Spanien, Polen, Rumänien, Bulgarien, der Ukraine, Ungarn und Kuba. An diesem Treffen wurden ermutigende und vorausschauende strategische Entwicklungen ins Auge gefasst; Ideen, Erfahrungen und Wissen wurden ausgetauscht.

Daniel Horst, CEO und Geschäftsführer von «Youngstars International», fasst zusammen: «Trotz Online-Version spürte ich eine tiefe Verbundenheit. Das zeigte auch die hohe Beteiligung an den Gebetszeiten. Nelsy in Kuba zum Beispiel stand dafür nachts um 2 Uhr auf.» 

Mittwoch, 29. April

Chinas Christen spenden für Corona-Opfer weltweit

«Eigentlich hatte ich nur bei Freunden in China angefragt, ob sie ein paar hundert Schutzmasken organisieren könnten, damit unsere Steyler Altersheime und Krankenstationen in Deutschland ein wenig für Corona-Notfälle gewappnet sein würden», lächelte P. Martin Welling, der Direktor des China-Zentrums der Steyler Missionare in Sankt Augustin. Mitte April erhielten sie Tausende von Masken und Schutzkleidung aus China, welche an die eigenen Häuser und an ein vom Virus betroffenes Altersheim in Sankt Augustin verteilt werden konnten.

Nachdem Katholiken aus Deutschland und Italien China im Februar unterstützt hatte, waren aus China bereits im März Hilfssendungen nach Korea und Norditalien geschickt worden, bevor die Hilfen nun auch in Deutschland landeten.

Auch eine Gruppe evangelischer Christen Chinas sammelte in diesen Tagen rund 20‘000 US-Dollar, um arme Familien auf den Philippinen zu unterstützen, die durch die staatliche Abriegelung aufgrund der Pandemie schwer betroffen sind. In Reaktion auf eine Textnachricht aus den Philippinen organisierte ein adventistischer Pastor per Gruppenchat die Spendenaktion. Durch das Geld wurden zwei grosse Verteilaktionen von Reissäcken durchgeführt, bei denen insgesamt mehr als 2‘000 Familien versorgt wurden.

Montag, 27. April

Indien: Christen verteilen Hilfspakete

Obwohl die COVID-19-Pandemie Indien bisher noch relativ schwach getroffen hat – 21‘000 Fälle bei knapp 1,4 Milliarden Einwohnern –, rechnen Experten damit, dass der Höhepunkt der Infektionen im Land erst im Juni oder Juli erreicht wird. Das grösste Problem ist im Land derzeit die Arbeitslosigkeit durch den Lockdown: 40 Prozent aller Inder sind Tagelöhner und leben von dem, was sie jeweils tagsüber verdient haben. Und sie alle haben nun nichts zu essen.

Dieser humanitären Krise begegnen christliche Organisationen im Land zusammen mit Mission India: Sie stellen Hilfspakete zusammen mit Lebensmitteln, die für eine Familie von vier Mitgliedern vier Wochen lang reichen sollen. Zudem beinhalten die Pakete fiebersenkende Medikamente und Vitamine, Hygieneartikel, Mundschutzmasken und eine evangelistische Broschüre. Mission India-Leiter Todd Vanek ist überzeugt: «Ich glaube, dass Gott eine Tür in der Geschichte Indiens geöffnet hat», um das Land jetzt mit Jesu Liebe zu erreichen.

Sonntag, 26. April

Online: Kostenlose Bibelkurse

Das Hope Bibelstudien-Institut bietet den neuen Glaubensfernkurs «Immanuel – Ja Jesus» zum kostenlosen Studium an. Bei dem siebenteiligen Fernkurs geht es um den hebräischen Namen Immanuel, der schon im alttestamentlichen Prophetenbuch Jesaja erwähnt wird. Wer am Kurs teilnimmt, erfährt die Art und Weise, wie Jesus Menschen begegnet ist und ihr Leben völlig verändert hat. Weitere Informationen finden sich hier.

Das Hope Bibelstudien-Institut bietet jetzt insgesamt 25 kostenlose Fernkurse per Post und online an. Das Angebot umfasst Einsteigerkurse, um den Glauben zu entdecken, Fortgeschrittenenkurse, um Bibelwissen zu vertiefen sowie Lebens- und Glaubenskurse für das Erleben des Glaubens im Alltag. Ausserdem gibt es Kinderkurse und einen Kurs für Teenager.

Donnerstag, 23. April

Deutschland: Jüngerschaftsprogramm statt TeenStreet-Kongress

Aufgrund der COVID-19-Krise musste der OM-Teenagerkongress TeenStreet Anfang August in Oldenburg abgesagt werden. Zu dem Event vom 1. bis 8. August 2020 wurden gut 3500 Teilnehmer aus ganz Europa erwartet. «Wir sind traurig, dass nach 27 Jahren zum ersten Mal ein TeenStreet-Kongress abgesagt werden muss», erklärte Doron Lukat, Leiter von OM Deutschland. «Wir freuen uns aber, wie Gott in dieser Situation wirkt.»

Statt des zentralen Events soll dieses Jahr «TeenStreet@home» stattfinden. Hierzu wird derzeit ein Online-Jahresprogramm erstellt,  um die Teenager mit anderen Jesus-Nachfolgern aus der ganzen Welt und ihrer Umgebung zu verbinden. Das Konzept eines ganzjährigen Jüngerschaftsprogramms ist laut Lukat schon lange ein Anliegen von TeenStreet. «Jetzt scheint die Zeit gekommen, um dies in die Praxis umzusetzen.»

Papua-Neuguinea: Premierminister korrigiert Lebensperspektiven

Mit einem Facebook-Post brachte der Premierminister von Papua-Neuguinea, James Marape, die Bewohner seines Landes zum Nachdenken. Das Coronavirus habe der Menschheit gezeigt, dass wir nichts als Sterbliche sind im Gegensatz zum unsterblichen Gott. Noch nicht einmal Reichtum könne das Leben kaufen. «Geld, Macht, Prestige, Ruhm, das sogenannte gute Leben auf der Erde ist nichts als Eitelkeit, wenn du deiner eigenen Sterblichkeit gegenüber stehst», schrieb der Premierminister vor wenigen Tagen.

Als Premierminister kämpfe er für seine Leute gegen Corona an, doch «es wäre unfair von mir, wenn ich euch nicht auf das bessere Leben hinweise, das Gott für euch alle bereit hält». Und er schlug allen Papua-Neuguineern vor, das Wochenende frei zu nehmen und die Zeit damit zu verbringen, Gott für das Leben zu danken und ihn für die Zukunft zu bitten.

Mittwoch, 22. April

Deutschland: Freizeitheim Schoppen startet christliche Kindersendung

Weil das christliche «Freizeitheim Schoppen» in Meinerzhagen aufgrund der Corona-Pandemie die Osterfreizeiten absagen musste, zu denen sich rund 100 Kinder angemeldet hatten, hat es jetzt eine neue Initiative lanciert: Täglich erscheint auf der Internetseite des Freizeitheims eine neue Folge der Internet-TV-Sendung «Die Quarantäne-Kapitäne», welche am 27. März startete. In den 30-minütigen Folgen gibt es Spielszenen, Andachten und Tipps für Aktivitäten.

Wie Freizeitheimleiter Wolfgang Bühne gegenüber der Evangelischen Nachrichtenagentur idea erklärte, wurden die Folgen täglich bis zu 1‘200-mal angeklickt. Aufgrund des grossen Interesses soll die Serie, die eigentlich nur bis Ende der Osterferien am 19. April laufen sollte, nun wöchentlich fortgesetzt werden.

El Salvador: Kirchen werden «Quarantäne-Zentren»

Auf Bitten der Regierung El Salvadors haben diverse evangelische Kirchen ihre Gemeindehäuser und Schulgebäude zur Verfügung gestellt, um diese in «Quarantäne-Zentren» umzugestalten, solange die Corona-Pandemie anhält. Der Plan des Ministeriums für Öffentliche Arbeiten ist, in diesen Gebäuden zum einen während 30 Tagen Menschen unterzubringen, die sich im Ausland aufgehalten haben und erst jetzt ins Land zurückkehren, aber auch Personen, welche die von der Regierung verhangene Ausgangssperre nicht eingehalten haben und deshalb verhaftet wurden.

Die evangelische Allianz des Landes erklärte, dass die Regierung für sämtliche Kosten aufkommen würde, die mit der Aktion verbunden sind, dazu gehören auch Wasser- und Stromrechnungen. Sie bat weitere evangelische Kirchen, der Bitte nachzukommen und die Gemeindehäuser zur Verfügung zu stellen.

Weltweit: Gebetskampagne für Kinder

Eine Gebetsinitiative für Kinder hat CBN gestartet: Über Facebook startete das Batang Superbook – eine Erweiterung des «Superbuchs» von CBN auf den Philippinen – eine Gebetskette für Kinder. Durch verschiedene Videos werden Kinder motiviert, mit ihren Familien für diejenigen zu beten, die in diesen schweren Zeiten leiden. Insbesondere soll für Menschen gebetet werden, die an COVID-19 erkrankt sind, und für die Mitarbeiter im Gesundheitswesen, die gegen die Pandemie ankämpfen. Die Videos zur Kampagne wurde bereits über 1,6 Millionen Mal angeklickt. 

Dienstag, 21. April

Deutschland: Missionswerk verschenkt 3’500 OP-Masken

Eigentlich waren die OP-Masken für China bestimmt gewesen. Der Hongkonger Zweig des Missionswerks OMF Deutschland hatte sie bestellt. Doch dann wurde das Ausfuhrstopp für Schutzmaterialien erlassen und die Masken landeten schliesslich in der Deutschlandzentrale von OMF. Öffentlichtkeitsreferent Joachim König suchte sofort Kontakte und überreichte die Masken persönlich an Vertreter der Seniorenpflegeheime von Gießen und Vogelsberg.

Richtig in die Maskenproduktion einsteigen wird dagegen bald die Bayerische Landeskirche. Ab Juni sollen zusammen mit den Augustinum Werkstätten für Menschen mit einer Behinderung täglich bis zu 50‘000 Atemschutzmasken hergestellt werden. Damit reagiert die Landeskirche auf die angespannte Beschaffungslage in der Corona-Krise. Die Masken sollen sowohl in den sozialen Diensten des Augustinums eingesetzt werden, als auch in kleinen diakonischen Trägern. Zudem sollen sie den Schutz der Pfarrer der über 1‘500 bayerischen Gemeinden beim Kontakt mit Corona-Infizierten gewährleisten. Die Investitionskosten von 300‘000 Euro teilen sich laut Nachrichtenagentur idea das Augustinum und die bayerische Landeskirche.

Honduras: Kirchen und Regierung arbeiten zusammen

In Honduras sind bisher knapp 500 Menschen mit dem Coronavirus infiziert, das Land beklagt 46 Tote. Eine Herausforderung in der Krise ist die Versorgung der Krankenhäuser. Hier springen nun die evangelischen Kirchen ein und verteilen, gemeinsam mit der Regierung, Lebensmittel und Material an betroffene Krankenhäuser. Die Evangelische Gemeinschaft von Honduras nimmt sogar an wichtigen Entscheidungen der Regierung teil. Im ganzen Land werde die Botschaft «Honduras vertraut Gott» verbreitet, erklärte die Evangelische Lateinamerikanische Allianz (AEL).

Montag, 20. April

Spanien: Gemeinderat und Freikirche gemeinsam für Randgruppen             

Auf Fuerteventura haben der Gemeinderat und die evangelische Misión Cristiana Moderna ein Abkommen unterschrieben, um gemeinsam für die Menschen einzustehen, die nicht in staatliche Corona-Massnahmen eingeschlossen sind. Die evangelische Freikirche war bereits Anfang des Jahres in den (positiven) Schlagzeilen gewesen, da sie 80 afrikanische Flüchtlinge aufgenommen hatte (Livenet berichtete).

Durch das Abkommen wird der Gemeinderat die Kirche mit 50‘000 Euro in diesem Jahr und weiteren 50‘000 Euro in 2021 unterstützen, damit diese ein Heim weiterführen kann, in dem Obdachlose und Flüchtlinge eine Unterkunft finden. Zudem wird damit die Arbeit des Busses «Guaguaseo» finanziert, in welchem sich Menschen duschen und säubern können, die auf anderem Wege keine Möglichkeit dazu hätten. Zusätzlich organisiert die Freikirche eine Suppenküche und seit März eine weitere provisorische Unterkunft.

Deutschland: Corona ein Glücksfall der Geschichte?

Eine ungewöhnliche Ansicht äusserte der katholische Bischof von Limburg, Georg Bätzing, in seiner Osterpredigt im Limburger Dom. Wie die Nachrichtenagentur idea D berichtete, erklärte der Vorsitzende der katholischen Deutschen Bischoftskonferenz, Corona könne zum Glücksfall der Geschichte werden, denn er habe selten so viel Freundlichkeit und Humor erlebt, wie in den vergangenen Wochen. «Mit so vielen bisher Unbekannten habe ich nie zuvor unterwegs gesprochen. Selten nehmen andere meine guten Wünsche und Aufmerksamkeiten so gern an und danken sie mir mit tollen Ideen.»

Bätzing hofft, dass auch die ausführlichen Telefonate und sofort beantwortete Nachrichten der Beginn einer «neuen Kultur von Achtsamkeit und Verbundheit» sein könnten. Es läge nun in den Händen jedes einzelnen, die Chance zu nutzen und diese geschenkte Nähe zu festigen.

Mittwoch, 15. April

Spanien: Evangelische Kirchen spenden 1200 kg Lebensmittel

Der Zusammenschluss evangelischer Kirchen von Jerez in Südspanien spendete vor wenigen Tagen 1200 Kilogramm an Lebensmitteln für Familien der andalusischen Stadt, die durch die Krise kein Einkommen haben. Die Organisation zur Verteilung von Lebensmitteln hat das dortige Bürgermeisteramt zusammen mit vielen Freiwilligen übernommen, die Spenden treffen von vielen Seiten ein. Zu den Freiwilligen gehören auch Pastoren und Gemeindeglieder, die bei der Verteilung der Lebensmittel in die Häuser mithelfen.

Kuba: Kirche bekommt Sendezeit in Radio und TV

Aufgrund der geschlossenen Gotteshäuser darf die katholische Kirche in Kuba ab jetzt einzelne Sendungen im Fernsehen und im Radio ausstrahlen. Die Bischofskonferenz in Kuba hatte die Regierung am 24. März um Sendezeit im Fernsehen und Radio des Landes gebeten, da auch in Kuba die Gotteshäuser wegen der Coronakrise geschlossen werden mussten. Die Regierung erlaubte daraufhin die Übertragung von kirchlichen Sendungen an Gründonnerstag, Karfreitag, Ostersonntag und am folgenden Sonntag. Die Genehmigung gelte so lange, wie die Kirchen aufgrund es Virus geschlossen bleiben müssen.

In dem kommunistisch regierten Land ist das eine Besonderheit. Die zwei einzigen religiösen Feiertage Kubas sind der Weihnachtsfeiertag am 25. Dezember und Karfreitag.

Dienstag, 14. April

Menschen mit Behinderungen inmitten der Coronakrise

In den Armutsgebieten droht angesichts der Corona-Krise eine humanitäre Katastrophe. Besonders Menschen mit Behinderungen und ihre Familien sind gefährdet und am wenigsten geschützt. Einerseits deshalb, weil viele Kliniken und Gesundheitsposten nicht barrierefrei oder weit weg gelegen sind. Andererseits werden Menschen mit Behinderungen manchmal nicht behandelt, um die knappen Gesundheitsressourcen zugunsten anderer Menschen einzusetzen. 

Um Menschen mit Behinderungen zu unterstützen, verteilt CBM Schweiz Nahrungsmittelpakete an Betroffene. Zudem werden Partnerkliniken unterstützt, die in der Lage sind, Patientinnen und Patienten – mit und ohne Behinderungen –, die schwere COVID19-Erkrankunen haben, zu behandeln. Auch soll Bevölkerung armer Länder sensibilisiert werden, indem über die Risiken des Coronavirus sowie über Schutz- und Nothilfemassnahmen informiert wird.

Deutschland: Seniorenheime mit kreativen Besuchsmöglichkeiten

Über Ostern installierte das Seniorenheim Neandertal in Mettmann bei Düsseldorf ein Video-Telefonie-Angebot, damit Angehörige und Betreuer die Bewohner trotz Kontaktsperre auch von Angesicht zu Angesicht sprechen können. Im hauseigenen Café wurde ein grosser Fernseher, eine Kamera, ein Mikrofon und ein Computer aufgestellt. Da die meisten Haushalte heute bereits über einen Computer mit integriertem Mikrofon und einer Kamera sowie einem Internetanschluss verfügten, könnten auf diesem Wege Angehörige und Betreuer mittels der visuellen Telefonzelle die Heimbewohner hören und sehen.

Auch andere Einrichtungen haben ähnliche Vorkehrungen getroffen: Heimbewohner in Uelzen können die Angehörigen per Skype erreichen, im Seniorenheim Friedensau bei Magdeburg ist geplant, im Gartenbereich ein «Zelt der Begegnung» einzurichten, in dem sich Besucher und Bewohner durch eine Folie getrennt treffen können.

Donnerstag, 9. April

Italienische Christen im Gebet vereint

Nach der nationalen Gebetszeit in Deutschland und in der Schweiz zieht auch Italien nach: Am Ostersamstag wird um 16 Uhr ein Gebets-Livestream zum landesweiten Gebet stattfinden. «Es ist Zeit, die Knie zu beugen und sich als eine Person für Italien zu demütigen», heisst es auf der Webseite der Initiative, auf welcher auch der Livestream am Samstag zu verfolgen ist.

Auch hier findet die Gebetszeit in Anlehnung an 2. Chronik, Kapitel 7, Vers 14 statt: «… und sie rufen zu mir, dann will ich im Himmel ihr Gebet erhören. Wenn dieses Volk, das meinen Namen trägt, sich mir in Demut unterordnet, von seinen falschen Wegen umkehrt und nach mir fragt, dann will ich ihnen vergeben und ihr geplagtes Land wieder heilen.» Für die etwa einstündige Gebetszeit ist Lobpreis, Gebet und das gemeinsame Abendmahl geplant.

Mittwoch, 8. April

Leuchtfeuer auf dem gesamten Erdball

Die Organisation «4M – Das vierte Musketier» organisiert weltweit eine besondere Männer-Retraite: In dieser globalen Krise sei es an der Zeit, dass Männer handeln, zielgerichtet und treu, so heisst es in der Mitteilung der Organisation. «Wir sind aufgerufen, Leuchtfeuer der Hoffnung und Stärke für unsere Familien und die Gesellschaft zu sein.» Um das zu erreichen, werden Männer ermutigt, zwischen dem 14. und 18. April einen Solo-Abend einzuplanen – allein mit einem Feuer und Gott. «Verbringe Zeit in der Natur oder auf deinem Balkon, in Stille, im Gebet und mit offenem Geist, um zu hören und zu empfangen.»

Die Idee dahinter: Tausende Männer rund um den Globus werden an einem dieser fünf Tage ein Feuer einzünden – «wie ein Leuchtfeuer auf der ganzen Welt». Männer, die an der Aktion teilnehmen, werden gebeten, unter dem Hashtag #4mfeuerabend und #4mfirenight ein Bild von sich und dem Feuer und einen Satz über das, was an diesem Abend erlebt wurde, zu veröffentlichen.

Dienstag, 7. April

Deutschland: Sorgentelefon gegen Vereinsamung

Die Kirchenleitung der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Berlin und Mitteldeutschland (BMV) hat während der Corona-Krise für ihre Kirchengemeinden in Berlin, Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen ein «Sorgentelefon» eingerichtet. Unter der Telefonnummer 030 85790125 kann jeder Interessierte an jedem Tag der Woche zwischen 12 und 24 Uhr mit einem Seelsorger sprechen.

Laut Pastor Thilo Foth (Berlin) will die Freikirchenleitung in Zeiten der notwendigen Kontaktreduzierung mit unterschiedlichen Massnahmen und Möglichkeiten der Vereinzelung entgegenwirken. Das Gesprächsangebot sei eines davon. «Es gilt für alle!» In der schwierigen Zeit sei es wichtig, Ansprechpartner zu finden, die ein offenes Ohr haben, so Foth. Erste Ansprechpartner bleibe der Pastor oder die Pastorin vor Ort. Darüber hinaus bestehe ab sofort die Möglichkeit, sich mit Erfahrungen, Fragen und Anliegen an das «Sorgentelefon» der BMV zu wenden. Etwa 30 ausgebildete Seelsorgerinnen und Seelsorger unterstützten den Dienst in 4-Stunden-Schichten.

Indonesien: Hilfe für Patientenfamilien

In Indonesien ist eine COVID-19-Erkrankung besonders schwerwiegend, da Patienten in Krankenhäusern nicht umfassend gepflegt werden. Es muss immer ein Angehöriger mit dabei sein, der dem Patienten Essen bringt, die Bettwäsche wechselt und Medikamente kauft. Doch abends müssen die Angehörigen das Krankenhaus verlassen. Wohin nun?

Die Missionare von Mission Aviation Fellowship (MAF) haben hierfür bereits seit einigen Jahren ein Missionshaus zur Verfügung gestellt, wo die Familien der Patienten unterkommen können, manche sogar wochenlang. Das Haus befindet sich in Laufnähe des Krankenhauses von Kalimantan, zudem können sie hier kochen, sich baden und die Kleider waschen. Die Missionare beten zudem für die Gäste, die im Haus unterkommen und lokale Christen nehmen sie mit in Bibelstunden und laden die Kinder der Familien zu Kinderstunden ein.

Montag, 6. April

Südkorea: Drive-in-Gottesdienst in Seoul

In Südkorea wurden in der vergangenen Woche zahlreiche Kirchen kritisiert, die trotz der Regierungskampagne zur Vermeidung sozialer Kontakte ihre Gottesdienste weiterhin in den Kirchgebäuden durchführten. Jetzt werden auch dort die meisten Gottesdienste online angeboten.

Doch es gibt andere kreative Initiativen. So hält etwa die Seoul-City-Church Drive-in-Gottesdienste für ihre Mitglieder ab. Die Teilnehmer bleiben dabei in ihren Autos sitzen. Am vergangenen Sonntag nahmen rund 150 Fahrzeuge an dem Gottesdienst teil.

«Deutschland betet gemeinsam»

Unter der Schirmherrschaft von Bayerns Ministerpräsident Markus Söder und einer sehr breiten Unterstützung der gesamten Kirchenlandschaft Deutschlands findet am 8. April ein deutschlandweiter Gebetstag statt. Der Hintergrund: Am Mittwoch, den 8. April, beginnt das jüdische Pessachfest. Das Volk Israel denkt daran, wie Gott es durch Plagen hindurch aus der Gefangenschaft befreit hat. Deshalb rufen die Initiatoren, darunter das ICF München und das Gebetshaus Augsburg, dazu auf, an diesem Tag von 17 bis 18.30 Uhr gemeinsam zu beten: für Kranke und Gesunde, für alle, die jetzt wichtige Dienste leisten.

Im Gebetsaufruf heisst es weiter: «Für unser Land! Wir beten gemeinsam! Online! Aus unseren Häusern und Wohnungen! Verbundenheit statt Isolation – Hoffnung statt Angst. Unser Land braucht Gottes Hilfe und wir wollen ein deutlich sichtbares Zeichen setzen. Sind Sie dabei?» Gebetet wird auch im Livestream der Initiative «Deutschland betet gemeinsam».

Donnerstag, 2. April

USA: Ein Feldkrankenhaus mitten in New York

Vor einem Monat wäre ein solches Bild undenkbar gewesen: Das christliche Hilfswerk «Samaritan's Purse» richtete im Central Park mitten in New York ein Feldkrankenhaus zur Behandlung von Corona-Patienten ein. «Wir werden in New York sein, solange wir dort sein müssen», sagt Franklin Graham über die Präsenz des von ihm gegründeten Hilfswerk.

Das Zeltkrankenhaus im Central Park ist mit 68 Betten und einer speziellen Beatmungseinheit bestückt. Laut Graham ist das medizinische System in New York völlig überfordert, viele Menschen müssten allein bei sich zu Hause sterben. «Menschen, die in unser Krankenhaus kommen, werden nicht allein sterben. (…) Unsere Ärzte und Krankenschwestern werden mit ihnen beten, ihre Hände halten und ihnen bis zum letzten Atemzug Liebe erweisen.»

Enkelkinder weltweit grüssen ihre Grosseltern

Gemeinsam mit vielen weltweiten Netzwerkpartnern hat das Medienzentrum der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten Hope Media Europe einen Videogruss mit Enkelkindern produziert, die derzeit ihre Grosseltern wegen Corona nicht treffen können. Bereits in eine Vielzahl von Sprachen übersetzt und untertitelt, darunter Rumänisch, Slowenisch, Spanisch und Schwedisch, zeigen 15 Kinder ihre Liebe und Sorge um ihre Grosseltern, wobei jedes Kind in seiner eigenen Sprache spricht und betont, dass die Grosseltern «nicht allein sind». Zum 2,5-minütigen Video geht es hier.

Mittwoch, 1. April

Deutschland: Gospeltribe bietet kostenlose Online-Bibelschule

Als die 23 Bibelschüler wegen der Corona-Verordnung nach Hause geschickt und der Unterricht online weitergeführt wurde, beschlossen die Leiter der Bibelschule Gospeltribe in Karlsruhe, diverse Unterrichtskurse kostenlos bei Youtube zur Verfügung zu stellen. «Wir wollen damit einen Beitrag leisten, gerade jungen Christen in der derzeitigen Krisenzeit dabei zu helfen, eine Perspektive für ihr Leben zu entwickeln», sagt der Leiter von Gospeltribe, Gernot Elsner. Zwölf Videos zum Thema «Deine Berufung entdecken» mit insgesamt rund drei Stunden Lehre sind seit der vergangenen Woche produziert und veröffentlicht worden. Weitere Themen sollen in den nächsten Wochen folgen.

Noch ein weiteres interessantes Angebot hat Gospeltribe: Die Gottesdienste, welche die Bibelschule normalerweise auf Anfrage besucht und gestaltet, können nun online «gebucht» werden. «Wir bieten Gemeinden und Jugendgruppen an, über Videokonferenzen, bei denen sich bis zu hundert Menschen einwählen können, einen unserer Mitarbeiter für einen Minigottesdienst anzufragen.» Die ersten Online Gottesdienste sind schon aus Berlin, Österreich und Paraguay gebucht worden.

Dienstag, 31. März

Guatemala: Polizisten beten vor Schichtbeginn

Im Kampf gegen den Coronavirus hat die Polizei Guatemalas auf dem offiziellen Twitterkanal Fotos veröffentlicht. Darauf zu sehen sind Polizisten, die vor Schichtbeginn beten und Gott um Hilfe und Schutz bitten. «Auf den Knien vor Gott und auf den Füssen vor den Schwierigkeiten – die Nationale Polizei eint sich im Gebet, um für das Wohlergehen von Guatemala in diesen schwierigen Momenten der COVID-19-Epidemie zu bitten», hiess es dazu.

Montag, 30. März

Brasilien: Kirchen werden zu Spitälern

In Brasilien sind bereits 4685 Menschen am Coronavirus erkrankt und das Gesundheitssystem ist am Erlahmen. Nun schreiten Kirchen ein und schaffen in ihren Gemeinderäumen temporäre Krankensäle. Etwa die Pfingstgemeinde ADVEC, die diverse Ableger hat. In einer Mitteilung heisst es, dass der Regierung und dem Militär die Gebäude in Sao Paulo und Rio de Janeiro zur Verfügung gestellt wurden, die über grosse geteerte Flächen verfügen, auf denen Krankenhauszelte aufgebaut werden könnten. Auch andere Kirchen haben ihre Hilfe angeboten, etwa um hier Lebensmittel-Verteilstellen aufzubauen.

Nordkorea: Christen erhalten Medikamente

Nordkorea bestreitet nach wie vor, dass der Coronavirus im Land ausgebrochen sei. Laut Open Doors sind jedoch bereits 200 Soldaten an den Symptomen von COVID-19 gestorben, auch laut der Nachrichtenagentur Aljazeera bezweifeln viele Experten die offiziellen Angaben. Ein Ausbruch im Land wäre aufgrund des chronischen Mangels an Medikamente extrem schlimm; zudem gibt es nur wenige ausgebildete Ärzte im Land.

Die Organisation Open Doors schickt deshalb mit Hilfe anderer Christen regelmässig Nahrung und Medikamente. Und die Hilfe kommt auch, auch inmitten der COVID-19-Krise. Vor wenigen Tagen erhielt Open Doors folgende Zeilen: «Auch wenn der kalte Winter gekommen ist, sind unsere Herzen voller Wärme und Leidenschaft. Wie das Licht der Sonne durch die Ritzen [einer Wand] scheint und Wärme spendet, so sind wir auch von eurer Liebe und Wärme berührt, die unsere Herzen durchströmen. […] Wir danken euch für euer Opfer, eure Wärme und eure Fürsorge. […] Wir tun unser Bestes, um unserem Herrn treu zu dienen und für ihn zu leben.»

Donnerstag, 26. März

USA: Essensversorgung für Kinder

Viele Kinder aus sozial schlecht gestellten Familien der USA sind auf die Essensausgabe ihrer Schule angewiesen – zu Hause erhalten sie kein warmes Essen. Seit fast zwei Wochen sind aber die Schulen in den USA geschlossen und viele der Kinder bekommen nun keine warme Mahlzeit mehr.

Um auszuhelfen, hat das Gemeindenetzwerk «For Richmond», bestehend aus über 800 Gemeinden der Stadt Richmond im Bundesstaat Virginia, 20 Verteilplätze in der ganzen Stadt geöffnet, in denen Familien Essen abholen können. Über das Wochenende bereiteten sich die Kirchen gemeinsam vor und nun helfen Freiwillige dabei, die Verteilplätze am Laufen zu halten.

Mittwoch, 25. März

Spanien: Chinesische Christen spenden Schutzmasken

Die Christliche Chinesische Kirche in Alcalá de Henares, Spanien, hat dem Bürgermeisteramt der Stadt 5‘500 Schutzmasken gespendet. Diese werden der lokalen Polizei (1'500 Stück) und dem medizinischen Personal des Krankenhauses Príncipe de Asturias (4'000 Stück) zur Verfügung gestellt.

Die Mitarbeiter des Krankenhauses hätten über die vergangenen Wochen unglaubliche Arbeit weit über ihre Kräfte hinaus geleistet und fehlende Mittel würden die Arbeit immer mehr erschweren. Der Dank des Bürgermeisteramtes ging an die christliche Kirche, die mit der Spende die Arbeit für einige Zeit erleichtert.

Deutschland: Lebensmittel und Hygieneartikel für Bedürftige

Die christliche Hilfsorganisation Samaritan’s Purse in Deutschland, die ihren Hauptsitz in den USA hat, weitet ihr Engagement in der Coronakrise aus. Neben der medizinischen Nothilfe in Italien werden nun auch Betroffene in Deutschland unterstützt. Dabei arbeite man mit Trägern aus der Diakonie und der Kinder- und Jugendhilfe zusammen.

«Durch die Schliessung von Lebensmittelausgaben und sozialen Einrichtungen fehlt es vielen Kindern und ihren Eltern nun an Lebensmitteln», sagte Vorstand Sylke Busenbender. Über die Einrichtungen des christlichen Kinder- und Jugendhilfswerks Arche sollen die betroffenen Familien nun zuhause mit Essen und Hygieneartikeln beliefert werden. Hunderte Familien sollen hiervon profitieren.

Dienstag, 24. März

USA: Sechs Menschen fanden in Drive-In-Gottesdienst zum Glauben

Auto-Gottesdienst statt Auto-Kino: Letzten Sonntag fanden bei einem Gottesdienst der «Cornerstone Baptist Church» in Harrisburg in Arkansas sechs Menschen zum Glauben. Unter anderem führte eine Mutter ihren Sohn sowie dessen Freundin zum Glauben an Jesus Christus, während sie vereint im Auto sassen und der Predigt von Pastor Jason Goad lauschten.

Goad erklärte, dass dabei wichtig war, dass die Mutter während des Gottesdienstes mit dem jungen Paar sprechen und dessen Fragen beantworten konnte. «Das wäre nie passiert, wenn wir einen normalen Gottesdienst gehabt hätten.»

Holland: Narzissen-Zwiebeln für Senioren

Bevor die Einschränkungen begannen, nahm sich Jetteke Noordzij aus den Niederlanden etwas Zeit, um älteren Menschen einen kleinen Topf Narzissen-Zwiebeln zu schenken – ein Zeichen der Hoffnung und der Tatsache, dass der Tod von Jesus besiegt wurde und um Hilfe beim Einkaufen anzubieten. Ein älterer Mann, erklärt sie, reagierte emotional auf ihre Einladung: «Er war ein Überlebender des Holocausts. Diese Abriegelung wecke viele Gefühle und Erinnerungen.»

Deutschland: Do-it-Yourself-Gottesdienst

Pastoralreferent Tobias Plien der Pfarrei St. Antonius in Rheine bei Osnabrück hat einen Do-it-yourself-Gottesdienst entwickelt. Auf einem Blatt, das er über soziale Medien und die Homepage der Gemeinde verbreitet, ist das Programm des Gottesdienstes beschrieben mit Zeiten der Stille, Gebeten und Bibellese. Laut Plien brauche man dafür nicht mehr als eine Kerze, eine Bibel und zehn Minuten Zeit.

Griechenland: Familienmitglieder ermutigen sich gegenseitig

Eine Gemeinde in Griechenland ermutigt ihre Mitglieder, jeweils von 19 bis 21 Uhr zum gemeinsamen Gebet als Familien im Haus zu stehen und prophetische Worte und Zeugnisse auszutauschen. Dies berichtet Nico Spies, der vor Ort beim christlichen Missionswerk «Hellenic Ministries» arbeitet. Familienmitglieder sollen sich auf diese Weise gegenseitig ermutigen. «Es ist nicht an der Zeit, unser geistliches Leben aufzugeben, denn wir sind der Tempel Gottes, ob wir nun in ein Kirchengebäude gehen oder nicht.»

USA: Beichte auf der Strasse

Die Corona-Krise macht kreativ: Der Priester Scott Holmer im US-Bundesstaat Maryland nimmt die Beichte ab sofort auf der Strasse entgegen. Die Mitglieder seiner Kirche können im Auto vorbeifahren und natürlich im Abstand von zwei Metern ihre Beichte ablegen. Kleine Leitkegel führen die Autos hierzu auf einer vorgegebenen Spur.

Auch in Südafrika bietet ein Priester denselben Service an. Während die Bilder der Geistlichen die Runden in den Sozialen Medien drehen, sind die Reaktionen auf diesen «brillanten Einfall» überwiegend positiv.

Montag, 23. März

Italien: Einheit wie nie zuvor

Italien ist eines der Länder, die derzeit am schlimmsten von der Corona-Pandemie betroffen sind. Doch inmitten der Krise erleben evangelische Christen ein Wunder, das Wunder der Einheit. Nachdem die Evangelische Allianz des Landes zu einem einheitlichen Gebet am vergangenen Sonntag aufgerufen hatte, war die Zustimmung gross: Gemeindeverbünde von diversen Pfingstgemeinden, Baptistengemeinden, chinesischen Gemeinden, aber auch Werke wie OM, Worldventure, IMB, Open Doors und Compassion Internation einten sich in der Gebetsinitiative.

«Uns ist nicht bekannt, dass je in der italienischen Geschichte Stellvertreter so vieler italienischer evangelischer Kirchen sich in einer gemeinsamen Gebetsinitiative getroffen hätten», erklärte der stellvertretende Leiter der Allianz, Leonardo De Chirico. Die Einheit ermutige sie sehr in dieser schwierigen Situation.

Deutschland: Seelsorge-Hotline der Nordkirche

Die Evangelisch-Lutherische Kirche in Norddeutschland (Nordkirche) bietet ab dem 24. März eine kostenlose Seelsorge-Hotline für alle Menschen an, die unter den Folgen der Corona-Krise leiden. Unter der Nummer 0800 4540106 sind bis auf Weiteres täglich von 14 bis 18 Uhr ausgebildete Seelsorgerinnen und Seelsorger der Nordkirche erreichbar.  

Naher Osten: Menschen offen für das Evangelium

Der christliche Sender SAT-7 im Nahen Osten verzeichnet enormen Zuschauerwachstum, seitdem viele Länder harte Massnahmen gegen den Coronavirus und Ausgangssperren verhängt haben. Der Sender merke dies anhand einer Zunahme an Reaktionen auf die Programme, erklärte Dr. Rex Rogers, Leiter von SAT-7 USA. Ausgestrahlt werden christliche Programme auf Arabisch, Farsi und Türkisch im Nahen Osten und in Nordafrika. «Noch nie zuvor waren so viele Menschen in dieser Region so offen gegenüber dem Evangelium und unseren Programmen, die ihnen den 'lebendigen Glauben' vorstellen», freut sich Rogers.

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