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Na ja, fast .....

Gab Priester Beatmungsgerät einem jüngeren Patienten?

Seine Geschichte ging um die Welt: Don Giuseppe Berardelli (†72) stellte laut einer italienischen Zeitung sein Beatmungsgerät freiwillig zur Verfügung, damit ein jüngerer Patient gerettet werden konnte. Nun wird er als Held gefeiert, auch wenn sich die Geschichte leicht anders zugetragen hat.

Giuseppe Berardelli
Quelle: Instagram

«USA Today», «BBC», «Der Spiegel», «Livenet»: Die Geschichte von Don Giuseppe Berardelli ging um die Welt. Der Priester, der mit dem Coronavirus infiziert war, hätte laut dem italienischen Magazin «Araberara» sein Atemgerät einem jüngeren, ihm unbekannten Patienten überlassen. Wenige Tage darauf starb der aus der Nähe der norditalienischen Stadt Bergamo stammende Geistliche.

Nicht ganz so, aber .... 

Seine Geschichte bewegte die Menschen auf der ganzen Welt, auch wenn sie sich laut dem katholischen Magazin «Crux» nicht ganz so zugetragen hat. Don Guiseppe war bestimmt ein wunderbarer Mensch. Aber das Beatmungsgerät gehörte offenbar dem Spital, und es wurde ihm abgenommen, weil er es wegen anderer gesundheitlicher Probleme nicht ertragen konnte. Vielleicht hat er doch noch gesagt: «Gebt das Gerät einem Jüngeren ...» Das würde das Entstehen der Heldengeschichte erklären.   

Denn die Kliniken in der Region sind bekanntlich völlig überlastet, für viele Patienten gibt es derzeit keine Beatmungsgeräte mehr. 

Applaus von den Balkonen

Wegen der strikten Ausgangssperre war keine Trauerfeier für den Priester möglich. Stattdessen applaudierten die Menschen in der Stadt von den Balkonen aus, als sein Leichnam aus dem Krankenhaus abtransportiert wurde.

Der Priester war hoch angesehen. «Giuseppe Berardelli war eine ehrliche und einfache Person, freundlich und hilfsbereit gegenüber jedem», würdigte Giuseppe Imberti, Bürgermeister der Gemeinde, das Leben des Geistlichen.

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