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Barna-Studie

Fehlen der Kirche die Antworten für junge Menschen?

Eine ausführliche Studie zeigt, dass fast die Hälfte aller junger Erwachsenen weltweit, die mit dem Christentum verbunden sind, das Gefühl haben, dass die Kirche ihre Fragen nicht beantworten kann.

Teenager
Quelle: unionbaptist.org

Für die Studie arbeitete die Barna-Gruppe, eine evangelische Marktforschungsfirma, mit der Organisation World Vision zusammen. Befragt wurden 15'369 junge Erwachsene zwischen 18 und 35 Jahren in 25 Ländern, die in irgendeiner Weise einen christlichen Hintergrund haben. Dabei wurden die Werte analysiert, welche die Millennials und die Generation Z sich angeeignet haben sowie ihre Beziehung zum Glauben. Die Ergebnisse sollen Pastoren und Gemeindeleitern helfen, die jungen Erwachsenen heute besser zu verstehen.

Verbunden – und doch getrennt

Interessanterweise kam dabei heraus, dass viele der jungen Erwachsenen sich stärker mit anderen identifizieren und sich mit ihnen verbundener fühlen – auch wenn diese Verbundenheit nur über den Bildschirm erzeugt wird. «Sie sind durch die Technologie verbunden», erklärte Barna-Chef David Kinneman die Ergebnisse der Studie. «Sie haben das Gefühl, dass die Events rund um die Welt sich auf sie auswirken. Schauen Sie sich diesen Kontrast an: Wir haben noch nie in einem verbundeneren Zeitalter gelebt, aber gleichzeitig sind sie von den Menschen um sie herum so getrennt…» Nur ein Drittel der Befragten erklärte, dass sie sich um die Menschen sorgen, die sie umgeben.

Ihr Eintauchen in die Technologie wirkt sich denn auch auf ihre Beziehungen aus. 23 Prozent erklärte, dass sie sich einsam und isoliert fühlen. Dieser Prozentsatz liegt mit 34 Prozent in den USA und Australien am höchsten – dagegen ist Einsamkeit und Isolation bei jungen Erwachsenen in Indonesien (11%) und Kenia (12%) ein viel geringeres Problem.

Keine Kirchgänger mehr

51 Prozent der Befragten erklärte zudem, dass sie zumindest einmal im Monat beten – 58 Prozent allerdings der Befragten zwischen 18 und 29 Jahren sagten, dass sie nicht mehr in die Kirche gehen oder aber sich nicht mehr als Christen identifizieren, trotz ihrem christlichen Hintergrund. Dabei war die Hälfte von ihnen in den Teenagerjahren aktiv in der Kirche involviert.

Vielleicht ist ein Grund dafür, dass 47 Prozent der Befragten das Gefühl haben, dass die Kirche ihre Fragen und geistlichen Zweifel nicht beantworten könne. Dabei war auch die «Scheinheiligkeit religiöser Menschen» für 32 Prozent ein Grund, den Glauben anzuzweifeln. Immerhin die Hälfte derjenigen, welche nicht mehr zur Kirche gehen, empfinden Religion heute als «scheinheilig».

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