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Nach Schikane

Messianische Juden in Israel gewinnen Gerichtsprozess

Eine messianische Gemeinde aus Ashdod im Süden Israels hat einen Prozess gegen die Organisation orthodoxer Juden «Yad L'Achim» gewonnen. Letztere hat es sich zur Aufgabe gemacht, missionarische Aktivitäten zu unterbinden und interreligiöse Ehen zu vermeiden.

Gemeinde messianischer Juden (Symbolbild)
Quelle: oneforisrael.org

Diese Schikane durch «Yad L'Achim» erlebten die etwa 350 Mitglieder der messianischen Beit Hallel-Gemeinden. «Sie haben uns so lange belästigt. Wir haben Dutzende Beschweren bei der Polizei eingereicht und nichts ist passiert, so dass wir letztlich vor Gericht gegangen sind», erklärte Ludmila Zakharchuk, Anwältin der messianischen Juden, gegenüber Kehila News.

Seit neun Jahren schikaniert

Schon seit 2011 seien sie von der orthodoxen Organisation schikaniert worden, doch die Schikane sei seit 2018 schlimmer geworden, als eine Gruppe ultra-orthodoxer Juden ihr Gebäude verwüstet hätte.

Nachdem im Januar dieses Jahres eine anti-missionarische Konvention abgehalten wurde, seien bis zu 50 Yad L'Achim-Mitglieder jeden Freitag – der Tag, an dem Beit Hallel die Gottesdienste abhält – an das Gebäude gekommen, um die Mitglieder vom Besuch des Gottesdienstes abzuhalten. Mit lauter Musik und hohem Geräuschpegel versuchten sie, die Versammlung stören und verteilte Broschüren. In ihren Augen sind Jesus-Nachfolger, also messianische Juden, ein Kult, der nicht zugelassen werden darf.

Einstweilige Verfügung

Das Gericht beschloss nun, gegen Yad L'Achim vorzugehen. Die Mitglieder dürfen nicht näher als 100 Meter an die Privathäuser oder das Gotteshaus der Beit Hallel-Mitglieder kommen. Ausserdem wurde den Yad L'Achim-Mitgliedern verboten, laute Musik abzuspielen, um die Gottesdienste zu verhindern, oder die Gottesdienstbesucher zu fotografieren oder zu filmen. Und für jeden Protest, den die Organisation gegen die messianischen Juden durchführen möchte, benötigt sie ab sofort eine Erlaubnis.

«Keine Synagoge oder Moschee würde es erlauben, dass Menschen, die gegen ihren Glauben sind, kommen und sie auf diese Weise schikanieren. Das ist skandalös», erklärte Zakharchuk den Gang vor Gericht. Die messianische Gemeinde ist mit dem Prozessergebnis sehr zufrieden, vor allem, nachdem der Bürgermeister die Vorstösse der Ultraorthodoxen zur «Säuberung der Stadt» gutgeheissen hatte.

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