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13 Jahre drogenabhängig

«Gott kann alles zum Guten wenden»

23 Mal sass er hinter Gittern, ein Drogendealer, meth-abhängig, ein völliges Wrack. Dabei war Jonathan Hacker ein Pastorensohn, in der Kirche aufgewachsen… Konnte Gott sein Leben auch nach 13 Jahren Drogenabhängigkeit noch ändern?

Drogenabhängiger (Symbolbild)
Quelle: bigstock
Jonathan Hacker an Weihnachten 2012
Quelle: Facebook
Jonathan Hacker
Quelle: Facebook
Jonathan Hacker mit seinem Sohn
Quelle: Facebook

Mein Vater war Pastor und ich wuchs in der Kirche auf. Als kleiner Junge wurde ich von einem Freund der Familie sexuell missbraucht und erfuhr dadurch Dinge, die niemand in dem Altern wissen sollte. Ich war schüchtern, hatte wenig Freunde und war ständig auf der Suche nach Liebe und Annahme. Als Teenager ging ich mit Mädchen aus, war aber auch an Jungs interessiert.

Verletzt

Mit 18 kam ich mit einem Mädchen zusammen, das ich heiraten wollte – aber sie brach mir das Herz. Ich schwor mir, dass mich keine Frau je wieder verletzten würde, und begann, mit Männern auszugehen. Ich zog von zu Hause aus, weil ich mir sicher war, dass meine Eltern mich so nicht akzeptieren würden. Bald begann ich, Drogen zu konsumieren und wurde auch in die Homosexuellen-Pornoindustrie verwickelt. 13 Jahre lang nahm ich Meth und wurde wegen unterschiedlichster Delikte immer wieder festgenommen, bis der Richter es leid war, mich immer wieder zu sehen, und mich zehn Jahre hinter Gitter stecken wollte.

Neue Chance in der Regeneration

Aber meine Eltern gaben nicht auf und fragten den Richter, ob es einen Ort gibt, an den sie ihren Sohn schicken könnten. Und so kam ich nicht in ein Rehabilitations-Zentrum, sondern in ein Regenerations-Programm. Dort sprach man nicht über Drogen, sondern vielmehr über das, was mich zu den Drogen gebracht hatte, die Dinge, die mich im Leben beeinflusst haben. Es war ein christliches Programm und am ersten Abend ging ich in die Kirche und gab Gott mein Herz zurück.

Der Rückfall

Neun Monate war ich dort. Im Anschluss wurde ich eingeladen, an einem besonderen Leiterschaftsprogramm teilzunehmen. Eine Woche lang durfte ich dazwischen nach Hause – und alles ging gut, bis ich am letzten Abend Crack rauchte. Auf der Rückfahrt am nächsten Tag war ich die ganze Zeit nur am Weinen. Ich wusste, was ich tun musste – die Hauptbotschaft des Programms war gewesen, immer ehrlich zu sein.

Als ich den Verantwortlichen alles beichtete, war ihre Antwort deutlich: Ich musste das Programm wiederholen. Wieder neun Monate! Das erste Mal blieb ich aufgrund des Gerichtsbeschlusses, doch dieses Mal war es freiwillig… und nach zwei Monaten hatte ich die Nase voll und verliess das Programm. Innerhalb von einer Stunde war ich wieder auf der Strasse, high und mitten in der Schwulen-Szene der Stadt.

Wieder zuhause

Nach etwa einem Jahr wurde ich von Polizisten angesprochen. Als sie meinen Personalausweis sahen, erklärte sie, dass ein Haftbefehl gegen mich bestünde – ich kam zurück ins Gefängnis. Doch ich konnte nicht mehr: Ich verkaufte Drogen, war selbst abhängig und kam da einfach nicht allein raus – und so bat ich um Hilfe. Der Richter willigte ein, aber er sprach ein dreijähriges Verbot für mich aus, den Staat Georgia zu betreten. Ich wollte nicht weg, ich wollte mein Leben nicht verlassen. Aber ich musste… Und so fuhr ich am Tag vor Weihnachten 2012 wieder zu meinen Eltern nach Orlando zurück. Ich wog 52 Kilo, hatte durch den Drogenkonsum alle Zähne verloren und sah aus wie ein 80-jähriger Greis. Aber meine Eltern freuten sich einfach, mich zu sehen. Sie fragten mich nie, warum ich so lange gebraucht hatte, um zu ihnen zurückzukehren. Sie liebten mich so, wie ich war – trotz meiner Sünde.

Gott wendet alles zum Guten

Nach zwei Monaten wurde ich immer unruhiger. Mein Drogenvorrat war aufgebraucht, ich hatte keinen Job – aber ständig hörte ich im Fernsehen und über E-Mails von Le Cordon Bleu, einer kulinarischen Schule in Orlando. Ich beschloss, mich dort anzumelden – aber ich hatte kein Geld, hatte ein schwarzes Vorstrafenregister… trotzdem wurde ich angenommen. Der Grund: Weil ich Gefängnisstrafen abgesessen hatte, erhielt ich von der Regierung Stipendien zur Weiterbildung. Was der Teufel gegen mich verwenden wollte, machte Gott zu etwas Gutem. Durch meine guten Noten erhielt ich ausserdem Zusatzgeld, mit dem ich meine Zähne wieder herstellen konnte.

Die Frau fürs Leben

Aber ich war immer noch allein. 13 Jahre lang war ich mit keinem Mädchen ausgegangen… Eines Abends fragte ich meine Mutter: «Wer könnte mich mit meiner Vergangenheit lieben?» Und ihre Antwort war: «Ich weiss es nicht – aber du musst Gott vertrauen!» Und das tat ich. Ich brachte mich in meine Gemeinde ein und traf dort ein brasilianisches Mädchen, dass mir sehr gefiel. Nach einem evangelistischen Einsatz lud ich sie zum Essen ein. Dort erzählte ich ihr von meinem Drogenkonsum. Wir machten ein zweites Date ab und in der ganzen Woche betete ich ständig – sollte ich ihr auch von meinen homosexuellen Neigungen der vergangenen Jahre erzählen? Doch Gott sagte mir ganz deutlich: «Dieses Mädchen ist für mich wertvoll. Du kannst sie nicht anlügen!» Also erzählte ich ihr alles.

Sie war ernsthaft besorgt und fragte Gott: «Warum stellst du mir so jemanden in mein Leben?» Und Gott antwortete ihr: «Du erzählst jede Woche bei evangelistischen Einsätzen Menschen, dass Gott sie verändern kann – entweder du glaubst, dass Jesu Blut jeden verändern kann, oder nicht.» Heute sind wir glücklich verheiratet und haben zwei Kinder – und ich bin seit sechs Jahren clean.

Gottes Plan

Ich wünsche niemandem, das durchmachen zu müssen, was ich erlebt habe, aber ich bin so froh, dass Gott mich da durchgebracht hat, denn heute kann ich Menschen ermutigen, die Ähnliches erlebt haben. Gott hatte die ganze Zeit einen Plan – wir müssen nur geduldig genug sein, um ihm zu folgen.

Eltern von Kindern in der LGBT-Community rate ich: Bleiben Sie in ihrem Leben präsent. Viele Eltern verbannen ihre Kinder in dieser Situation – aber wir sollen sie lieben, so wie Gott die Kirche geliebt hat. Zeigen Sie Ihren Kindern diese Liebe!

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