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Christlicher Film in Kino

Viele Tränen und ein Wunder

Eine erstaunliche Geschichte der Heilung, die sich 2015 im US-Bundesstaat Missouri zugetragen haben soll, ist als Spielfilm in die deutschen Kinos gekommen. «Breakthrough – Zurück ins Leben» erzählt die fast unglaubwürdige Geschichte des Teenagers John Smith, der eigentlich in einem Eissee ertrunken war, doch durch viele Gebete und Gottes Gnade wieder ins Leben zurück fand.

John Smith (Marcel Ruiz, Mitte) im Film «Breakthrough»
Quelle: Twentieth Century Fox
Stephen Curry
Quelle: © Noah Salzman / CC-BY-SA-3.0 (via Wikimedia Commons)
«Breakthrough»
Quelle: 20th Century Fox
Joyce Smith betet am Krankenbett
Quelle: Twentieth Century Fox

Im medizinischen Bericht wird später stehen: «Patient tot, Mutter betet, Patient erwacht wieder zum Leben.» So hat es sich angeblich zugetragen an einem Januar-Wochenende im Jahr 2015 in der Stadt Lake St. Louis im US-Bundesstaat Missouri. Der 14-Jährige John Smith spielt mit zwei Freunden auf einem zugefrorenen See, doch das Eis bricht ein und die drei stürzen ins Wasser. Während es seinen beiden Freunden gelingt, aus dem eiskalten Wasser zu krabbeln, sinkt John bewusstlos immer tiefer, bis auf den Grund. Im Bericht wird es später heissen: 15 Minuten sei John ohne Sauerstoff unter dem Eis gewesen. Eine Chance auf Überleben: Null. Und selbst wenn sein Körper es überleben sollte, würden seine Organe, vor allem sein Gehirn, irreparable Schäden davon tragen.

«Bitte bring mir meinen Sohn augenblicklich zurück!»

Doch das Schicksal hat nicht mit Johns Mutter Joyce gerechnet. Sie ist eine Kämpferin vor dem Herrn, ihr Gottvertrauen ist unerschütterlich, und während alle um sie herum nur noch versuchen, den Tod des Jungen hinzunehmen, ist sie felsenfest davon überzeugt, dass Gott heilen kann. Auch ihren als Baby adoptierten Jungen, der im Krankenhaus auf der Intensivstation liegt und keinen Puls mehr hat. Anstatt sich von ihrem Adoptivsohn zu verabschieden, wie es ihr die Ärzte raten, holt sie Gott in das Krankenhauszimmer, sie betet: «Heiliger Geist, bitte bring mir meinen Sohn augenblicklich zurück!» Just in diesem Moment beginnt das EKG wieder, den Herzschlag des Jungen aufzuzeichnen, John kommt zurück ins Reich der Lebenden.

Niemand war bei diesem Vorkommnis dabei, doch Joyce schreibt es später so auf, und die Geschichte kam unter dem Titel «The Impossible» (Das Unmögliche) als Buch heraus. Nun hat sich mit 20th Century Fox eine grosse Hollywood-Produktionsfirma dem Stoff gewidmet und einiges aufgefahren, was in Hollywood Rang und Namen hat. Regie führte Roxann Dawson (bekannt als als B'Elanna Torres in «Star Trek: Voyager», die aber bereits mehrfach Regie führte), das Drehbuch stammt von Grant Nieporte (der das Drehbuch zum Film «Sieben Leben» mit Will Smith und Woody Harrelson und für Folgen der Serie «Hör mal, wer da hämmert» schrieb).

Basketball-Superstar als Produzent

Stephen Curry, einer der renommiertesten und beliebtesten Basketball-Spieler aller Zeiten, tritt als ausführender Produzent auf. Zu den ausführenden Produzenten gehört auch der Präsident der National Hispanic Christian Leadership Conference (NHCLC), der grössten Hispano-christlichen Organisation weltweit, Samuel Rodriguez. Seine Stimme repräsentiert mehr als 100 Millionen Hispano-Evangelikale. Rodriguez war Berater der US-Präsidenten George W. Bush, Barack Obama und Donald Trump.

In der Rolle der Mutter ist Chrissy Metz zu sehen, die aus der Fernsehsendung «This is Us» bekannt ist und zweimal für den Golden Globe und den Emmy nominiert wurde. Den jungen Pastor spielt Topher Grace (bekannt aus «Spider-Man 3», 2007, und aus der Serie «Die wilden 70er»). Die Musik stammt teilweise vom bekannten christlichen Rapper Lecrae.

Film soll Hoffnung, Glauben, Liebe und Freude vermitteln

John kam nicht nur wieder ins Leben zurück, er zeigte zudem keine der in solchen Fällen eigentlich zwangsläufig auftretenden Schäden. Seine Lunge, eben noch voll Blut, kann wieder atmen, und sein Gehirn zeigt keine Beeinträchtigung. Der leitende Arzt kann nur völlig konsterniert feststellen: John ist ein medizinisches Wunder.

Der gläubige Produzent DeVon Franklin sagte vorab in Interviews, er habe mit seinem Film zeigen wollen, welche Macht hinter Gebet stecke. «Wir erzählen hier die Geschichte einer modernen Wiederauferstehung. Gott vollbringt jeden Tag Wunder, aber wir sind oft nur so auf unseren Alltag fixiert, dass wir diese nicht als solche erkennen.» Franklin ergänzt: «Wir leben in Zeiten des Zwists, jeder verfolgt seine eigenen politischen Ziele, jeder meint für sich die Wahrheit gepachtet zu haben. Darüber vergisst man schnell, dass wir eigentlich alle Brüder und Schwestern sind.» Er hoffe «aus tiefster Seele, dass 'Breakthrough' den Zuschauern wieder Hoffnung, Glauben, Liebe und Freude schenkt. Dass sie erkennen, dass eigentlich alles möglich ist». Für die Statements im offiziellen Presseheft fügt er hinzu: «Manchmal, so glaube ich, laufen die Dinge einfach nur deshalb schief, damit wir erkennen, dass wir mehr geliebt werden, als wir glauben. Ich hoffe und bete, dass alle, die diesen Film sehen, diese Botschaft verstehen und erkennen, dass es für jeden einen Plan im Leben gibt.»

Warum hilft Gott manchmal, und manchmal nicht?

Der Film «Breakthrough», der in Deutschland leider nur in sehr wenigen Kinos läuft, erzählt nicht einfach nur platt die Geschichte vom Unfall, der Rettung, dem Gebet und der wundersamen Heilung nach. Er beleuchtet auch, wie sie die Menschen im Umfeld verändert. Joyce etwa, die früher etwas herrschsüchtige Mutter von John, merkt im Taumel der Trauer und des Bangens, wie sie ihr Herz neu ausrichten sollte; sie ist dann in der Lage, die Situation ganz Gott zu überlassen. Der Feuerwehmann Tommy Shine hörte, wie ihm am Unglücksort jemand zurief, wo er John unter dem Eis finden würde. Später stellte sich heraus, dass niemand aus seiner Crew irgendetwas gerufen hatte, offenbar gab es die Stimme nur in Shines Kopf. Der eigentlich ungläbige Mann musste sich danach sagen: Entweder ich bin verrückt, oder es gibt Gott wirklich.

In diesem Film fliessen viele Tränen auf der Leinwand, aber auch im Publikum. An manchen Stellen wird es für den durchschnittlichen europäischen Zuschauer vielleicht etwas zu kitschig, das hat aber auch viel mit kulturellen Unterschieden zu tun. Das Pfarrerehepaar wirkt dann doch wie aus einem (amerikanischen) Prospekt für Super-Pastoren, die Pfarrersfrau kann mit ihrer puppenhaften Unnatürlichkeit fast schon ein wenig Angst einflössen.

Einfühlsam stellt der Film die Situation all derer dar, die das Heilungswunder im Film sehen, jedoch selber einen Angehörigen durch Krankheit verloren haben. Eine Lehrerin des geheilten John fragt mit Tränen in den Augen den Jungen: Warum du, warum nicht mein Mann, der vor fünf Jahren sterben musste? Warum müssen so viele kranke Menschen trotz Gebet sterben? War es bei John die schiere Masse an Betern, die in der Gemeinde, in der Schule, ja übers Fernsehen im gesamten Ort und darüber hinaus rekrutiert wurden? Das Fazit, das der Film jedenfalls anklingen lässt, lautet: Gott allein weiss, wann er eingreift und wann nicht. Und am Ende liegt alles an seiner Gnade und nicht allein an unseren Wünschen oder tausendfachen Gebeten.

«Breakthrough – Zurück ins Leben», 117 Minuten, deutscher Filmstart: 16. Mai



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