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Atheist wird Theologe

«Ich konnte nicht an Gott glauben»

Mit Gott und Kirche will Guillaume Bignon aus Paris nichts zu tun haben. Als er sich in eine Christin verliebt, befasst er sich zum ersten Mal näher mit Religion, doch er kann einfach nicht glauben, dass es Gott gibt. Heute ist er Theologe.

Guillaume Bignon
Quelle: Twitter

Ich bin in der Nähe von Paris aufgewachsen. Ich war katholisch, doch ich glaubte nichts von dem, was die Kirche lehrte, und ich ging auch nicht hin. Ich fand Religion schlimm und lehnte alles ab, was damit zu tun hatte. Unter der Woche war ich ein gut bezahlter Ingenieur, am Wochenende war ich Teil der französischen Volleyball-Nationalmannschaft und fuhr auf Turniere. Frauen mochten mich und ich hatte nichts dagegen, so viele wie möglich ins Bett zu bekommen.

Gegensätze ziehen sich an

In einem Urlaub verliebte ich mich in eine US-Amerikanerin. Obwohl sie erwähnte, dass sie an Gott glaubt, was für mich intellektueller Selbstmord war, zog sie mich an. Noch problematischer war, dass sie fand, dass Sex in die Ehe gehört! Nach dem Urlaub reiste sie zurück nach New York, ich nach Paris und wir führten eine Fernbeziehung.

Um sie von ihren seltsamen Überzeugungen abzubringen, beschloss ich, die Bibel zu lesen und dort Widersprüche zu finden. Und obwohl ich Atheist war, betete ich. Ziemlich arrogant sagte ich zu Gott: «Wenn es dich wirklich geben soll, warum zeigst du dich mir dann nicht?» Es passierte nichts.

Aus Langeweile in die Kirche

Wegen einer Schulterverletzung musste ich ein paar Wochen mit den Wettkämpfen pausieren. Und so hatte ich am Wochenende plötzlich nichts mehr zu tun. Ich beschloss, mal in eine Kirche zu gehen, um mir das anzuschauen. Ich ging dort eher hin, wie man in den Zoo geht, ich erwartete dort seltsame, exotische Lebewesen, von denen man sonst nur in Büchern liest. Wenn Freunde oder Familie mich dort erwischt hätten, wäre ich vor Peinlichkeit tot umgefallen. Am Ende des Gottesdienstes wollte ich nichts wie raus. Doch an der Türschwelle drängte es mich plötzlich wieder in die Kirche. Ich drehte um und ging auf den Pastor zu: «Sie glauben also an Gott?», fragte ich und er nickte lächelnd. Er lud mich in sein Büro ein und dort unterhielten wir uns lange.

Der Pastor beeindruckte mich. Er war eindeutig gebildet und wusste, wovon er spricht. Er war nicht abgehoben, er war klug, überlegt und achtete auf Details. Er erzählte mir, dass Gott existiert und Jesus von den Toten auferstanden ist. Ich konnte das nicht nachvollziehen. Noch einige Male traf ich mich mit dem Mann und bombardierte ihn mit Fragen. Bis mich irgendwann diese schreckliche Angst überkam, dass das mit Gott doch alles wahr ist.

Begegnung mit Gott

Wieder einmal wandte ich mich an Gott: «Wenn du real bist, musst du mir das zeigen! Ich hab Angst, dass ich mich auf einen Wahnsinn einlasse!» Ich hoffte, dass irgendetwas Mystisches passierte, doch es kam ganz anders. In dem Moment legte Gott mein Gewissen offen, es war grauenhaft. Plötzlich sah ich alles, was ich falsch gemacht hatte. Wo ich meine Freundin betrogen hatte und all den anderen Mist. Das hatte ich gut verdrängt, aber jetzt kam es mit einer Wucht ans Tageslicht und ich sah, wer ich wirklich war. Ich fühlte mich so schuldig und ekelte mich vor dem, was ich getan hatte und vor den Lügen, mit denen ich mir alles schön geredet hatte.

Dann dämmerte mir die gute Nachricht des Evangeliums. Ich realisierte, dass genau das der Grund war, warum Jesus am Kreuz sterben musste. Das hatte plötzlich etwas mit mir persönlich zu tun. Er starb, um für meine Schuld zu bezahlen. Ich spürte, dass es nun an der Zeit war, auf Jesus zu vertrauen und ihn um Vergebung zu bitten. Als ich mich ganz auf Gott einliess, spürte ich eine Leichtigkeit und Freiheit, wie nie zuvor. Meine Schuld war vergeben.

Seitdem bin ich Christ. Ich hatte mich nie für Gott interessiert. Aber er interessierte sich für mich. Ich konnte nicht glauben, dass es ihn gibt. Aber er zeigte sich mir. Heute bin ich Theologe und möchte anderen Menschen von der Gnade und der Botschaft erzählen, die alles verändert.

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