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Ex-Hollywood-Stuntman fuhr für «Rambo» und das «A-Team»

Die Geschwindigkeit war für Hollywood-Stuntman Will Harper (64) berauschend. Als Teenager begann er mit Moto-Cross, mit 18 gewann er die erste Meisterschaft als Profi und ein paar Jahr später wurde er Stuntman und fuhr für «Rambo» und das «A-Team». Ein schwerer Unfall und eine spätere Drogensucht nahmen ihm alles – bis er im Gefängnis viel mehr gewann.

Will Harper
Quelle: Facebook / Will Harper

Andere würden durch das viele Adrenalin krank, für ihn sei es aber genau das Richtige gewesen. «Mit 18 gewann ich eine Pro-Meisterschaft in Südkalifornien.» Bereits hiess es, dass er es bis zum Weltmeister schaffen würde. «Das war ein Gefühl der Vollendung. Ich wollte jemand sein.»

Doch Rückschläge und Verletzungen folgten, mit 25 Jahren musste er sich aus dem Renn-Geschäft zurückziehen. «Ich war wütend auf Gott. Das ist nicht fair.» Doch kurz darauf erhielt er das Angebot, bei Motorrad-Stunts in Filmen und im TV zu drehen.

Für «Rambo» und das «A-Team»

Die Drehs waren für ihn einfach, er musste kein Rennen gewinnen, sondern einfach den Stunt ausführen. «Ich wurde schnell zu einem Top-Stuntman. Ich arbeitete für die Serie ‘Das A-Team’ und ich doubelte Sylvester Stallone im ersten ‘Rambo’-Film.»

Bei der Arbeit am Film «The River» mit Mel Gibson fand er heraus, wie gefährlich die Stuntarbeit wirklich ist. Er verletzte sich schwer, überlebte wie durch ein Wunder, zog sich dann aber aus dem Stunt-Geschäft zurück.

«Gib mir die Pfeiffe»

Er heiratete, gründete mit seiner Frau ein Baugeschäft und fuhr daneben Stock-Car-Rennen. Reichtum stellte sich ein, doch er erkannte, dass ihn das nicht glücklich macht.

Dann starb sein älterer Bruder im Alter von 40 Jahren. Auf der Suche nach Antworten ging er zu einem Freund, dieser rauchte Crack und nach ein paar Flaschen Bier traf Will eine schicksalhafte Entscheidung: Er wollte auch rauchen. Sein Freund riet ihm davon ab, doch Will begann schliesslich Crack zu rauchen. Die Droge vernichtete alles, «in nur sechs Monaten hatte ich keine Frau, keine zwei Rennwagen, keinen Schlepper, kein Haus und nichts mehr».

Die nächsten zehn Jahre rauchte und verkaufte Will Crack. Er heiratete wieder und seine Frau und er waren dauerhaft high.

Eigentlich zogen die beiden nach Montana, um einen Neuanfang zu machen, aber bald begann er, Kristallmeth zu konsumieren und zu verkaufen – und die Polizei wurde darauf aufmerksam…

Plötzlich in Haft

«Ich hatte eine Vorahnung, dass wir verhaftet werden würden, und ich verliess das Haus, aber meine Frau ging zurück. Ich sagte ihr: 'Geh nicht dorthin zurück. Ich sage dir, wir werden verhaftet.' Sie ging zurück und die Polizisten stürzten sich auf sie. Sie wurde verhaftet und kam mit unserem Baby Will in Schutzhaft. Ich verstecke mich. Ich wusste nicht, was ich tun soll. Sie hatten meine Frau, das Baby und sie suchten nach mir.»

Dann sah er in einer Vision, dass er vor einem bestimmten Markt verhaftet wird. Für ihn war klar, dass dies von Gott kommen muss. Deshalb fuhr er freiwillig zu diesem Markt… und tatsächlich wartete die Polizei dort. Will wurde zu 100 Jahren Gefängnis verurteilt.

Er wusste, dass dahinter ein Grund stecken musste und er sagte zu Gott: «Ich habe immer an dich geglaubt, aber ich hätte nie gedacht, dass du so persönlich bist. Sag mir einfach, was ich tun soll.» Er spürte, dass er in der Bibel lesen soll.

In Tränen ausgebrochen

Vier Monate lang studierte Will die Bibel. Als er las, wie ein römischer Beamter sagte: «Dieser Mann ist unschuldig. Er ist der Sohn Gottes», brach Will in Tränen aus, «und plötzlich wurde ich wiedergeboren und gerettet, genau da, auf der Stelle. Ich wusste, wer Jesus wirklich war. Es waren nicht nur Worte. Ich hatte ein Verständnis für die Bibel. Ich bin vom Hass zur Liebe übergegangen.»

Er habe in diesem Moment mehr geweint als je in seinem Leben. «Ich konnte nicht glauben, wie gut ich mich fühlte. Ich dachte, dass ich für den Rest meines Lebens im Gefängnis sein könnte, aber ich war endlich frei.» Er wurde nun von einem Gefängnispastor begleitet und seine Strafe wurde auf nur zweieinhalb Jahre reduziert. Diese Zeit hinter Gittern nennt er heute «Bibelschule».

Als er auf Bewährung frei kam, rief er seinen Bruder Tom an, der ebenfalls in der Filmbranche tätig war. Seit Jahren hatten sie nicht mehr miteinander geredet. «Er sagte: Wenn du willst, kannst du an ‘Iron Man 2’ arbeiten, wenn es für deinen Bewährungshelfer in Ordnung ist.» Er erhielt die Erlaubnis und kehrte ins Stunt-Geschäft zurück, diesmal aber mit einem anderen Antrieb.

«Nichts im Vergleich zur Arbeit für Gott»

Gleichzeitig ist er unterwegs, um seine Lebensgeschichte zu erzählen, unter anderem war er kürzlich mit Franklin Graham auf Vortragstour.

«Das Stuntgeschäft ist unglaublich. Die Motorräder, es ist alles aufregend – aber es ist nichts im Vergleich zur Arbeit für Gott. Es ist ein Privileg und eine Ehre, für den Schöpfer des Universums zu arbeiten. Das löst etwas in meinem Herzen aus.»

Seit mittlerweile 15 Jahren ist er nun clean und nüchtern. «Als ich Jesus als meinen Herrn und Retter annahm, kam es mir vor, als wäre alles in meinem Leben, was schief gehen konnte, schief gelaufen.» Heute erlebe er nun genau das Gegenteil. «Was für ein Unterschied der Retter macht!»

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