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«Ich war gnadenlos»

Sie wollte Anerkennung – und war bereit, dafür zu töten

Zakhira wird von Anfang an von ihrem Vater verachtet, weil sie ein Mädchen ist. Alles, was sie sich wünscht, ist die Anerkennung ihres Vaters. Als sie sich für den Dschihad meldet, ist ihr Vater zum ersten Mal stolz auf sie…

Zakhira, jetzt Esther
Quelle: Screenshot CBN

«Wir zeigen dir, wie man eine Selbstmordattentats-Jacke anzieht, wir geben dir das Ziel, wo du hin musst, das Land, wo du hin musst, wir regeln alles für dich. Und dann gehst du einfach dorthin, sprengst dich in die Luft und tötest so viele Christen wie du nur kannst…»

Zakhira wird in einer streng muslimischen Familie in Pakistan geboren. Ihr Vater erwartet einen Sohn von Allah – gross ist die Enttäuschung, noch eine Tochter zu bekommen. Drei Tage lang weigert er sich, ihr einen Namen zu geben. «Mein Vater schaute mich nie an und akzeptierte mich nicht als Tochter», erinnert sich Zakhira, «und es war sehr schmerzhaft, so aufzuwachsen – ich wurde abgelehnt.»

Liebe erarbeiten

Sie strengt sich an, die beste Schülerin und Muslimin zu sein, um so die Liebe und Anerkennung ihres Vaters zu gewinnen. «Ich tat alles, was ich konnte, um meinen Vater glücklich zu machen. Ich war gut in der Schule, in der Ausbildung… Ich tat nichts, um ihm Schande zu bringen, sprach mit keinem Jungen und tat nichts, was ihn niederschlagen würde.»

Als Zakhira im Teenager-Alter ist, schliesst sich ihr Vater einer extremistischen islamischen Gruppe an, die sich in ihrem Haus trifft. Auch Zakhira möchte eine gute Muslimin sein. Eines Tages machen die Gruppenanführer einen Aufruf: «Wer sein oder ihr Leben für Allah gibt, wird von Allah vollständig zurückgezahlt werden.» Es heisst auch, dass die Eltern der Person direkt in den Himmel kommen. «Ich dachte: 'Das ist der Moment, in dem ich meinem Vater sagen kann, wie sehr ich ihn liebe!' Ich hob meine Hand und bot mich als Dschihadist an. Ich sagte: 'Ich will mich schulen lassen!' Und mein Vater schaute mich an; er war so glücklich und ermutigte mich, indem er sagte: 'Ich bin so stolz auf dich, dass du das tun wirst!'» Es ist das erste Mal, dass er seine Tochter wirklich anerkennt. «Diese Worte hatte ich seit Jahren hören wollen…»

Der Traum

Zakhira stürzt sich noch mehr in ihre muslimische Bildung, betet viel, bevor es zur Dschihad-Schulung geht. Doch dann hat sie einen Traum. «Ich war auf einem Friedhof und suchte nach einem Ausweg. Überall war es dunkel. Während ich nach dem Ausweg suchte, erschien plötzlich ein Mann voller Licht und nannte mich 'Esther'. Ich sagte: 'Nein, mein Name ist nicht Esther!' Er sagte: 'Komm und folge mir!' Ich antwortete: 'Ich will dir nicht folgen.'» Aber der Mann in dem Traum gibt nicht auf. «Er sagte ein drittes Mal: 'Meine Tochter, komm und folge mir!' Beim dritten Mal verneinte ich nicht, ich fragte mich nur: 'Warum ruft mich dieser Mann des Lichts immer wieder? Was will er mir zeigen?'» Plötzlich weiss sie im Traum, dass dieser Mann ihr den Ausweg aus dem Friedhof zeigen wird. «Ich rannte und folgte dem Licht. Plötzlich hielt er an einem Grab an und sagte zu jemandem: 'Komm raus!' Und sah, wie ein Toter herauskam. Ich fragte ihn: 'Wer bist du, dass du Toten Leben gibst?' Und er sagte: 'Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben.'» Diese Worte hat Zakhira bisher noch nie gehört. Sie bittet den Mann: «Bitte hilf mir, aus diesem Friedhof zu kommen, ich will nicht unter den Toten bleiben…» Völlig verstört wacht sie auf und verlegt zunächst ihre Dschihad-Schulung.

Herausgefordert

Wenige Monate später begleitet sie ihre Mutter ins Krankenhaus – hier trifft sie John und kommt mit ihm ins Gespräch. John ist Christ und fordert ihren Glauben an den Koran heraus. Er fragt sie etwa, ob der Islam ihr Rettung zusagt. Sie ist überzeugt davon, dass er das tut. Doch John erklärt: «Hast du im Koran Sure Ayat Vers 9 gelesen, wo Allah zu Mohammed sagt: 'Sag deinen Nachfolgern, dass ich nicht weiss, was mit dir geschehen wird und auch nicht weiss, was mit deinen Nachfolgern geschehen wird'?» Sobald Zakhira wieder zuhause ist, schlägt sie in ihrem Koran nach – und es stimmt! Sie ist verwirrt: «Wenn der Anführer des Islams, Mohammed, nicht weiss, was mit ihm geschehen wird, was ist dann mit uns?»

Die Worte aus dem Traum

Gleichzeitig wächst in ihr eine Neugierde darüber, was es mit der Bibel zu tun hat. Sie beginnt, John zu besuchen, um dort die Bibel zu lesen. Eines Tages stolpert sie über das Buch «Esther». Sie erzählt John von ihrem Traum. «Als er das hörte, kamen ihm die Tränen und er sagte: 'Du bist nicht wegen mir hier, sondern wegen Gott!' Dann öffnete er das Johannesevangelium, Kapitel 14, Vers 6, wo Jesus Christus sagt: 'Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben.'» Plötzlich versteht sie, dass sie Jesus selbst im Traum begegnet ist. Noch am selben Tag übergibt sie ihr Leben Jesus. «Ich dachte, ich war so ein schlechtes Mädchen, weil ich sein Volk töten wollte, aber er kam trotzdem zu mir und rettete mein Leben und meine Seele…» Und sie änderte ihren Namen von Zakhira zu Esther.

Neues Leben

Als ihr Vater von ihrer Konvertierung hörte, war er ausser sich vor Wut – letztlich musste Esther, zusammen mit John, aus Pakistan fliehen. Doch Esther Ahmed, wie sie heute heisst, hat ihre Entscheidung nie bereut. «Ich bin so dankbar, dass er unter einer Milliarde Menschen mich ausgewählt und mich 'Tochter' genannt hat. Selbst als mein eigener Vater sich schämte, mich als Tochter anzunehmen, sagte er zu mir: 'Tochter, komm und folge mir!'»

Heute leben die beiden in Sicherheit in den USA und haben mittlerweile geheiratet. Ihre Geschichte hat Esther in einem Buch aufgeschrieben, dass mittlerweile auch auf Deutsch erschienen ist. «Ich war ein gnadenloser Mensch, ein rastloser Mensch. Christ zu sein bedeutet für mich die Welt, das Leben. Und ich weiss, dass ich einen Hirten habe und ich bin sein Schaf. Früher war es mir egal, Menschen zu töten. Aber seit ich Christ bin, liebe ich jeden Menschen.»

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