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Brasilien in Flammen

Evangelische Allianz fordert strengere Gesetze bei der Abholzung

Das Problem der Amazonasfeuer in Brasilien liege vor allem in den politischen und wirtschaftlichen Interessen, weiss Beto Barros, Leiter der Evangelischen Allianz in Brasilien. Denn Dschungelfeuer habe es schon immer gegeben…

Brandrodung
Quelle: regenwald-schuetzen.org

144'300 Feuer wurden in diesem Jahr auf brasilianischem Boden vom Satellit aus entdeckt, berichtet die Webseite Queimadas – das sind 50 Prozent mehr als im Vorjahr. Hilfen vom Ausland will der brasilianische Präsident aber nicht annehmen. So hat sich etwa die Beziehung zu Frankreich enorm verschlechtert, seitdem Jair Bolsonaro die angebotenen 22 Millionen US-Dollar zusammen mit den scharfen Worten und der Haltung von Emmanuel Macron als «neokolonnial» bezeichnete und eine Entschuldigung forderte, bevor er die Hilfe annehmen könne.

Korruption bekämpfen

«Traurigerweise leben wir in Brasilien in einer Zeit der politischen Polarisierung», erklärte Beto Barros, Leiter der christlich-evangelischen Allianz von Brasilien, gegenüber Protestante Digital. «Die aktuelle Regierung nahm die Verantwortung an, die Korruption in allen Bereichen des Staates zu bekämpfen und im Bezug zum Amazonasgebiet bestehen viele wirtschaftliche Interessen, weil es unzählige Bodenschätze gibt und die Regierung bringt diese Interessen an den Tag», was wiederum Privatmenschen und NGOs ärgere.

Die Situation sei aber nicht viel anders als in Vorjahren, erklärte Barros weiter. Viele Feuer hätten sich durch natürliche Vorgänge wie den Regen wieder gelöscht. «Der Amazonas-Dschungel ist so dicht und feucht, dass er gar nicht in Flammen aufgehen kann.» Was brennt, seien die Felder, die illegal oder auch völlig legal abgeholzt wurden.

Forderung nach strengeren Gesetzen

In einem Manifest forderte die Evangelische Allianz bereits im August nicht nur den «Erhalt des Amazonasgebietes für den Ausgleich des weltweiten Klimas». Es brauche vielmehr «strengere Gesetze» bei der Abholzung des Landes. Die Gesetze seien aufgrund der Interessen äusserst lasch und Strafen würden entweder nicht eingetrieben oder auf eine Mindesthöhe herabgesetzt.

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