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Wie bei einem liebenden Vater

Warum ich Gott alles sagen darf

Kinder reden mit ihren Eltern im Normalfall ganz unverkrampft und ohne falsche Zurückhaltung. Genauso ist es mit Gott: Wie er weder Wunderbares noch Schockierendes, weder Glück noch Enttäuschung vor uns zurückhält, so dürfen umgekehrt auch wir alles mit ihm teilen, was uns bewegt. Die Grundlage ist seine uneingeschränkte Liebe. Lassen wir zu, dass sie uns mit ihm verbindet?

Vater mit Kind an der Hand
Quelle: unsplash.com
Susanna Rychiger
Quelle: zVg

Kaum auf der Welt, habe ich meine Eltern angeschrien – und dies wohl im Laufe der ersten Babyjahre noch oft getan. Danach lernte ich, Worte zu formulieren. Worte halfen mir, mich zu verständigen und die Welt zu erfragen. Kinder kommunizieren in den Anfangsjahren ohne falsche Zurückhaltung mit den Eltern, denn sie sind vertraut mit ihnen.

In einem guten Elternhaus wird sich etwas nie ändern: Kinder können immer zu ihren Eltern kommen und sich ihnen mitteilen. Diese Tatsache ist gegeben, auch wenn sich Kinder in zunehmendem Teenager-Alter und im Erwachsenwerden eher von den Eltern distanzieren, was in gutem Masse ja auch normal ist.

Gott ist authentisch zu uns

Gott ist unser Schöpfer, er hat uns nach seinem Ebenbild geschaffen (1. Mose Kapitel 5, Vers 1). Er ist unser Vater und hat sogar seinen Sohn geschickt, weil er uns ermöglichen wollte, den Weg direkt an sein Herz wiederzufinden (Johannes Kapitel 3, Vers 16). Die Grundlage einer Beziehung zu Gott ist die uneingeschränkte Liebe, die Gott für dich und mich hat. Die können wir nicht wählen, die ist einfach Tatsache. Wenn Eltern ihr Kind anschauen, sehen sie immer das schönste Kind der Welt vor sich – und genauso ist es auch mit Gott, dem Vater.

Diese Liebe und Vertrautheit verbindet Gott mit Ihnen und, wenn Sie es zulassen, auch Sie mit Gott. Gott lädt uns in seine Vertrautheit ein und ermutigt uns, alles mit ihm zu teilen. Gott selbst ist authentisch zu uns – durch sein Wort erfahren wir so vieles von ihm. Er lässt uns an wunderbaren wie auch schockierenden Geschichten teilhaben, erzählt uns von genialen Glücksmomenten wie auch Enttäuschungen, die er mit Menschen erlebt hat. Er selbst ist es, der sich uns nähert und nichts vor uns zurückhält. Dies wiederum gibt uns die Legitimität und die Vertrautheit, dass auch wir ihm ohne jegliche Zurückhaltung alles sagen dürfen. Es ehrt ihn, wenn wir ihn an unseren Gedanken, unseren Fragen, unseren Enttäuschungen, unserem Erfolg oder Misserfolg teilhaben lassen. Ja, selbst Anklagen hindern ihn nicht, uns zu lieben und mit uns den Weg weiterzugehen.

Ruhe im Sturm

Gott ist ein Gegenüber, dem wir in allem vertrauen dürfen – ja noch viel mehr vertraut er uns. Ich kann jemandem an meinem Inneren Anteil geben, wenn ich vertraue. Dies ist sehr einfach, solange es mir gut geht. Vertrauen bewährt sich dann, wenn es mal nicht rund läuft. Dies weiss auch Jesus, der uns im Matthäus-Evangelium auffordert: «Kommt alle her zu mir, die ihr müde seid und schwere Lasten tragt, ich will euch Ruhe schenken.» (Matthäus Kapitel 11, Vers 28). Weder vor Gott, unserem Vater, noch vor Jesus müssen wir eine Show abziehen. Der Vers in Matthäus fordert mich auf, zu ihm zu gehen, mich ihm mitzuteilen, auch wenn ich schwach, müde, fragend, anklagend oder bedrückt bin. Dadurch finde ich Ruhe und muss mich nicht vor Schelte, Leistungsdruck oder ähnlichem fürchten. Jesus will uns ans Herz seines Vaters führen, wo wir Ruhe finden, auch in Zeiten des Sturms.

Der entscheidende Unterschied

Wie Babys sind wir am Anfang auf dem Weg mit Gott wohl etwas unbeholfen. Zunehmend wagen wir es aber, Gott mit Fragen zu löchern, und entwickeln das Interesse, eng mit ihm unterwegs zu sein. Als erwachsene Personen ändert sich unsere Beziehung zu den Eltern: Normalerweise sind sie nicht mehr unsere engsten Vertrauenspersonen. Dennoch sind und bleiben sie uns die Nächsten. Ich weiss, dass ich ihnen alles sagen kann – bedingungslos, denn auch als erwachsene Tochter bin ich immer noch ihr Kind.

In unserer Beziehung zu Gott gibt es einen entscheidenden Unterschied: Er will immer unser engster Vertrauter sein, bis in alle Ewigkeit. Ob Kleinkind oder erwachsene Person, wir dürfen ihm blind vertrauen und immer alles sagen. Schliesslich fordert er uns selber auf: «Werdet wie die Kinder» (Matthäus Kapitel 18, Vers 3) – Kinder, die sorglos mit einem kindlichen Vertrauen sich Gott anvertrauen.

Dieser Artikel erschien zuerst im Magazin Insist.

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