Interview mit Heike Malisic

«Frauen Aha-Erlebnisse ermöglichen»

Die Frau von heute steht im Spannungsfeld von Familie, Beruf, Politik und sozialem Umfeld. Ein gutes Gleichgewicht zu finden, fällt oft schwer. Der Kurs «Body, Spirit, Soul» soll dabei helfen. 
Heike Malisic

Heike Malisic, Sie haben zusammen mit Beate Nordstrand einen Kurs für Frauen entwickelt. Er heisst «Body, Spirit, Soul» (Körper, Geist, Seele) – sind diese altmodisch klingenden Begriffe für Menschen von heute relevant?
Heike Malisic: Wir finden diese Begriffe ziemlich modern! Sie spiegeln die Ganzheitlichkeit wider, nach der sich viele Menschen sehnen. Wenn einer dieser Bereiche zu sehr betont wird oder ein anderer vernachlässigt, entsteht immer ein Ungleichgewicht. Eine Balance im Leben entwickelt man, wenn man gut für Körper, Geist und Seele sorgt.

Was wollen Sie den Frauen in zehn Lektionen vermitteln?
In jeweils drei Lektionen widmen wir uns einem der Bereiche Körper, Geist und Seele. Jedes Thema betrachten wir unter den Aspekten: Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Im Kurs lernen die Frauen, einen roten Faden in ihrer Geschichte zu finden, sich mit ihrer Vergangenheit zu versöhnen und das Beste aus ihrer Lebensgeschichte rauszuholen, um selbstbestimmt mit Gottes Hilfe ihre Zukunft zu gestalten. Jede Frau hat gute und schlechte Erfahrungen im Leben gemacht. Keine kann eine Seite aus ihrer Autobiographie herausreissen, aber zu jeder Zeit ein neues Kapitel beginnen. Der Kurs hilft dabei, Resilienz zu entwickeln.

Welche Defizite machen Sie bei Frauen aus?
Frauen haben oft Schwierigkeiten, sich selbst zu loben und Gutes an sich zu finden. Schon in der ersten Kursstunde «dürfen» sie ihre Funken sprühen lassen, indem sie in der Gruppe erzählen, was für Stärken sie haben, was sie an sich schön finden, worin sie richtig gut sind. Kein Wenn und Aber, sondern einfach mal sich selbst loben. Das ist den Frauen anfangs ein bisschen unangenehm, aber dadurch wird die Gruppe sofort locker und die Frauen fühlen sich hinterher richtig gut. Ein Defizit besteht auch beim Thema Vergebung, vor allen Dingen, sich selbst zu vergeben. Wir verwenden im Kurs Anschauungsmaterial, das den Frauen ein richtiges Aha-Erlebnis ermöglicht.

Welche Vision treibt Sie an?
Mein ganzes Herz schlägt dafür, Menschen mit Jesus zu versöhnen. Für mich ist es das grösste Wunder, wenn ein Mensch sein Leben Jesus gibt und damit ewiges Leben erfährt. Daneben wünsche ich mir sehr, dass ich mit meinen Gaben und Talenten andere Menschen befähige, das Beste aus ihrem Leben zu machen – langfristig. Ich bin eine Ermutigerin und habe die Fähigkeit, Herzen zu bewegen. Wenn sich das nachhaltig auf das Leben von Menschen auswirkt, dann habe ich meine Aufgabe erfüllt.

Das vollständige Interview erscheint in ideaSpektrum 35.2019.

Zum Thema:
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Tabitha, Junia & Co: Die unterschätzten Frauen der Bibel
Lebensfreude für Frauen: Das Beste aus sich machen

Datum: 01.09.2019
Autor: Helena Gysin
Quelle: idea Schweiz

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