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Hoffnung in Schaffhausen

«Wissen, warum wir machen, was wir machen»

Am Livenet-Jubiläumsanlass letzte Woche in Schaffhausen sprach Redaktionsleiter Florian Wüthrich mit Pastoren der Region über Hoffnung. Als Kirchen möchten sie diese in ihrer Umgebung verbreiten. Welche Möglichkeiten bietet gerade die aktuelle Situation?

Florian Wüthrich, Michel Steffen, Simon Baum und Matthias Welz
Quelle: Livenet

Im Rahmen des Jubiläumsevents von Livenet tauschte sich Redaktionsleiter Florian Wüthrich am letzten Mittwoch mit Pastoren der Region Schaffhausen darüber aus, wie sie die Hoffnungsbotschaften der Bibel durch ihre Gemeindearbeit anderen weitergeben. Auf dem Podium waren Michel Steffen, Pastor vom ICF Schaffhausen, Simon Baum, Jugendpastor Chrischona Schaffhausen und Matthias Welz, Pastor der FEG Thayngen.

Über Links und Beziehungen

«Grundsätzlich glaube ich, dass Menschen mit anderen Menschen in Berührung kommen und so mit Gott», sagte Michel Steffen, Pastor vom ICF Schaffhausen. Dass es viel über Beziehungen läuft, fand auch Simon Baum, Jugendpastor Chrischona Schaffhausen. Im Livestream sah er seit Corona eine neue, grosse Chance: «Ich habe den Link zur Gottesdienstübertragung an Leute weitergegeben, die sonst nie einen Fuss in unsere Kirche gesetzt hätten.» Klar sei deshalb für die Chrischona Schaffhausen, dass sie die Livestreams nicht einfach als Überbrückungsmassnahme einsetzen möchten. «Wir werden damit weiterfahren und Leute einladen, sich einzuklinken.» Denn die Hemmschwelle in einen Gottesdienst zu kommen, sei durch das Online-Angebot viel tiefer.

Vernetzte Christen und Kirchen

Matthias Welz thematisierte die grosse Offenheit bei der älteren Generation: «Die älteren Leute im Kanton Schaffhausen sind recht gottesfürchtig.» Deshalb komme er mit ihnen gut über Fragen zum Leben nach dem Tod ins Gespräch. Der Pastor der FEG Thayngen meinte zudem: «Christen, die im Alltag vernetzt sind, sind die beste Möglichkeit, um andere Menschen zu erreichen.» Die Vernetzung unter Christen und Kirchen wurde am Anlass bereits vor dem Podium thematisiert, da im Zusammenhang mit dem Livenet-Jubiläum auf vergangene Regionalprojekte zurückgeblickt wurde. In verschiedenen Ecken der Schweiz lancierte der Verein Livenet evangelistische Regionalzeitungen, die durch mehrere Kirchen der jeweiligen Region ermöglicht wurden. Florian Wüthrich fragte in die Runde, ob das auch etwas für Schaffhausen wäre. «Es braucht möglichst viel von allem», antwortete Steffen. Die Zeitung stelle eine coole Hilfe dar, um eine Region zu erreichen.

Mehr Zusammenarbeit wünschenswert

«Ich kann mich mit der Vision identifizieren», stimmte Welz zu. Doch die Gemeinden müssten mehr zusammenarbeiten. «Solche Projekte kann man nicht alleine tragen.» Baum berichtete: «Ich erlebe es immer wieder, dass Gemeinden 'ihr Ding' machen. Deshalb finde ich es wertvoll, wenn man zusammenwächst als Kirchen.» Bezüglich Vernetzungsarbeit könne eine Regionalzeitung viel bieten. «Nur schon um zu zeigen, was in anderen Gemeinden alles läuft.» Er würde zudem gutheissen, auch mehr mit bereits bestehenden Zeitungen der Region zusammenzuarbeiten.

Warum zurückkommen?

Die drei Pastoren sprachen auch darüber, wie sie die Wiedereröffnungen der Kirchen nach Corona erlebten. Matthias Welz fiel auf, dass Christen am Rand des Glaubens den Gottesdienstbesuch noch etwas mehr heruntergeschraubt haben. «Die Gemeinschaft ist aber ein wesentlicher Punkt des Christseins.» Deshalb hofft er, dass der Heilige Geist wieder Nachholbedarf wecke. «Auch bei uns sind momentan weniger Leute in Kirche», so der ICF-Pastor. «Was ich dabei erfrischend finde, ist dass sich Leute ernsthaft fragen, warum sie eigentlich in die Kirche gehen», fügte er an. Diese grundsätzliche Frage finde er nicht schlecht, das sei etwas Schönes. Simon Baum war damit einverstanden, dass man sein Herz prüfen soll: «Wir müssen wissen, warum wir machen, was wir machen.» Dann spiele es keine Rolle, was kommt. «Wir machen einfach weiter.»

Hier finden Sie die Übersicht zu den weiteren Jubiläumsanlässen.

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